Donnerstag, 23. Oktober 2014

Hausmittel und Tees von A bis Z: Warzen, Wechseljahre, Wunden und Verbrennungen, Zahnfleischentzündungen, Zahnschmerzen

September 7, 2011 von  
Kategorie: Allgemein, Hausmittel und Tees

WARZEN

Bestimmte Viren, die Warzen verursachen können, dringen über kleine Wunden in die Haut ein und regen dort hornhautbildende Zellen an. An dieser Stelle wölbt sich die Haut vor und eine Warze entsteht. Besondere Gefahr besteht bei einem geschwächten Immunsystem.

In vielen Fällen heilen die Warzen spontan ab. Tinkturen wie Teebaumöl und Apfelessig, die auf die Stellen gepinselt werden, können die Heilung beschleunigen. In der Apotheke können Sie Pflaster und Mittel mit Salicylsäure oder Milchsäure erhalten. Diese weichen die obersten Hornschichten auf und erleichtern damit das Ablösen der Warze.

Versuchen Sie aber auf keinen Fall die Warze mit scharfen Gegenständen herauszuschneiden. Wenn die Warze blutet, verbreiten sich die Viren sehr leicht.

WECHSELJAHRE

In den Wechseljahren klagen die Frauen häufig über Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen.

Bei Hitzewallungen:

- Wechselduschen am Morgen, um tagsüber weniger zu schwitzen.

- Ziehen Sie sich nach dem „Zwiebelprinzip“ an, so können Sie je nach Temperaturgefühl Kleidungstücke aus- oder anziehen.

- Pflanzliche Präparate, die die Hitzebeschwerden mildern: aus Mönchspfeffer und Traubensilberkerze, die in den Heilpflanzen enthaltenen  hormonähnlichen Wirkstoffen, die Phytohormone, normalisieren den Hormonhaushalt und helfen während der Regel und in den Wechseljahren

- Treiben Sie regelmäßig Sport, Schwimmen, Laufen, Radfahren. Das steigert auch das seelische Wohlbefinden.

-Nasse Socken für die Nacht verhindert Hitzeschübe während Sie schlafen. Über die Nassen Socken noch trockene bequeme Socken ziehen, um ein Auskühlen der Füße zu verhindern.

Bei Stimmungsschwankungen:

- Lassen Sie öfters mal Dampf ab und reden Sie sich Ihre Sorgen von der Seele.

- Treiben Sie Sport.

Bei Schlafproblemen

- Essen später abends nicht mehr, um besser einschlafen zu können.

- Als Schlummertrunk ist Alkohol ungeeignet, Sie schlafen schneller ein, aber der Schlaf ist viel unruhiger. Ein Beruhigungstee mit Baldrian, Hopfen oder Passionsblume vor dem Schlafengehen sorgt für die nötige Entspannung.

WUNDEN UND VERBRENNUNGEN – blutende Wunden, Schnitt- und Schürfwunden, Verbrennungen, Wundheilung

Wichtig ist bei allen Wunden, dass ein Tetanusimpfschutz besteht. Der sogenannte Wundstarrkrampf wird durch Bakterien verursacht, die über die Wunde in den Körper gelangen.

  • blutende Wunden

Große und stark blutende Wunden müssen Sie von einem Arzt behandeln lassen. Die Erste Hilfe besteht darin, die Blutung zu stoppen und die Wunde steril abzudecken. Berühren Sie nicht direkt die Wunde. Waschen Sie sie nicht aus, keine Desinfektion und belassen Sie die Fremdkörper.

  • Kleine Schnitt- und Schürfwunden

Lassen Sie kleine Wunden über fließendem Wasser ausbluten und versorgen Sie diese mit einem Pflaster. Bei verschmutzten Schürfwunden Fremdkörper mit einer Pinzette entfernen  und desinfizieren. Dazu sind Jod- und Wasserstoffperoxid-Lösungen oder Octinidin-Präparate geeignet.

  • Verbrennungen

Schwere und großflächige Verbrennungen müssen von einem Arzt behandelt werden. Kleiner Verbrennungen kühlen Sie lange unter kaltem fließendem Wasser. Verbrennungen im Mundraum kühlen Sie, in dem Sie an einem Eiswürfel lutschen.

  • Wundheilung

Die Wundheilung kann bei geschlossenen und heilenden Wunden mit folgenden Hausmitteln zusätzlich unterstütz werden:

- Kamille, Hamamelis und Arnika wirken abschwellend, schmerzlindernd und entzündungshemmend.

- Rotöl aus Johanniskrautblüten wirkt ebenfalls heilungsfördernd.

- Zinkoxidsalbe ist besonders für nässende Wunden geeignet. Es bildet entzündungshemmende und zusammenziehend wirkende Stoffe.

ZAHNFLEISCHENTZÜNDUNGEN – Mund- und Rachentee

Bei entzündeter Mundschleimhaut, Zahnfleischbeschwerden und Halsschmerzen hilft die folgende Teemischung zum Gurgeln:

  • Mund- und Rachentee

Teemischung: Kamillenblüten, Salbei, Heidelbeeren Isländisch Moos

Die Arzneipflanzen wirken entzündungs- und schmerzlindernd, sowie wundheilungsfördernd. Die Gerbstoffe der Heidelbeere lassen die Oberfläche der Mundschleimhaut zusammenziehen und machen sie unempfindlicher gegenüber Reizungen.

Anwendung: Aufguss von 2 Teelöffeln der Mischung mit kochendem Wasser, 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen, Abseihen, stündlich mit frischem Tee gurgeln

Bei entzündetem Zahnfleisch helfen auch Tinkturen, Lösungen und Sprays mit Nelke, Myrrhe, Arnika, Ratanhia- und Rhabarberwurzel aus der Apotheke.

ZAHNSCHMERZEN

Mit Nelken können Sie vorübergehend die Schmerzen betäuben. Nelkenöl auf den Zahn träufeln oder eine ganze Nelke kauen und den Rest ausspucken. Ein Zahnarztbesuch ist dennoch unumgänglich