Hausmittel und Tees von A bis Z: Abwehrschwäche, Appetitlosigkeit, Müde Augen

ABWEHRSCHWÄCHE – Vitamin C, Pflanzenkraft, Abhärtung und seelische Balance

  • Vitamin C

Radikale sind aggressive Substanzen, die wichtige Strukturen im Körper schädigen. Sie sind die treibende Kraft bei vielen Krankheiten, so auch bei Erkältungen. Sie fördern die entzündlichen Vorgänge auf den Schleimhäuten der Atemwege oder gehen direkt auf die Immunabwehrzellen los. Wichtigste Substanz im Kampf gegen die Radikale ist das Vitamin C. Laut Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten Jugendliche und Erwachsene täglich 100 mg Vitamin c zu sich nehmen.  Rauchern wird sogar eine Menge von 150 mg geraten. Um den Tagesbedarf an Vitamin C decken zum Beispiel 145 g Kiwi, 60 g schwarze Johannisbeere,  70 g rote Paprika oder 200 g Spinat. Dabei ist zu beachten, dass Vitamin C hitzeempfindlich ist und damit Gemüse nur kurz zu garen ist. In der Apotheke ist Vitamin C in Form von Kapseln, Brausetabletten oder lose als Pulver erhältlich. Lagern Sie diese trocken, da sich das Vitamin C unter Feuchtigkeit rasch zersetzt.

Weitere sogenannten Antioxidantien: Vitamin E, Betacaroten, Selen

  • Pflanzenkraft

Einige Inhaltsstoffe bestimmter Pflanzen können die Bildung von Abwehrzellen anregen. Dazu zählen beispielsweise die Extrakte des Purpursonnenhuts (Echinacea), des Lebensbaumes (Thuja) oder der Taigawurzel (Eleutherococcus). Rezeptfrei können Sie die Zubereitungen in Form von Tabletten, Tropfen, Lutschtabletten oder Tees in Ihrer Apotheke erhalten.

  • Abhärtung

Eine gute Durchblutung hilft, die Abwehrzellen schnell an die Orte im Körper zu bringen, wo sich krankmachende Viren und Bakterien breit machen wollen. Je schneller das Immunsystem auf Eindringlinge reagieren kann, desto effektiver kann eine Erkrankung abgewehrt werden. Der Erstkontakt zwischen Erreger und Abwehrzellen findet an den Schleimhäuten statt. Die Schleimhäute können im Rahmen ihrer Durchblutung trainiert werden und sind dann abgehärtet gegenüber Krankheiten.

Nach Kneipp härten wechselnde Wärme- und Kältereize, zum Beispiel regelmäßiges morgendliches Wechselduschen, ab. Auch beim Saunagang ergeben sich wechselnde Temperatursituationen auf die sich der Körper einstellen muss.

  • Seelische Balance

Das seelische Gleichgewicht ist ganz entscheidend für die körperliche Widerstandskraft. Die Psychoneuroimmunologie ist eine eigene Wissenschaft, die sich ausschließlich mit diesen Phänomene beschäftigt. Sie nimmt eine Verbindung zwischen Gehirn und Immunsystem über bestimmte Signalwege an und erklärt damit, warum ein Mensch der niedergeschlagen ist leichter krank wird.

APPETITLOSIGKEIT

  • Appetitanregender Tee

Mischung: Pfefferminzblätter, Pomeranzschale, Tausendgüldenkraut, Anisfrüchte,               Süßholzwurzel

Die Pfefferminze und Anisfrüchte wirken entkrampfend auf die Magen- und Darmmuskulatur und entblähen. Durch die bitteren Inhaltsstoffe der Pomeranze und des Tausendgüldenkrauts wird die Magensaftsekretion angeregt und so auch der Appetit. Enzian gehört ebenfalls zu den appetitanregenden Bitterstoff-Pflanzen.

Anwendung: Von dieser Mischung wird ein Teelöffel mit siedendem Wasser übergossen und 5 Minuten zum ziehen zugedeckt stehen gelassen. Danach den Tee abseihen. Trinken Sie den Tee dreimal täglich eine halbe Stunde vor dem Essen.

MÜDE AUGEN

Das Auge ist ein sehr sensibles Organ. Wenn Beschwerden an den Augen oder Lidrändern auftreten, sollten diese immer von einem Arzt abgeklärt werden. Die Arzneimittel aus der Apotheke müssen zudem spezielle Bedingungen und strengste Hygieneanforderungen erfüllen, um das Auge nicht zu schädigen. Deshalb sind Hausmittel, wie Augenbäder oder –spülungen aus selbstgemachten Pflanzenzubereitungen, zur direkten Anwendung im Auge nicht geeignet.

  • Kompresse für müde überanstrengte Augen

Mischung: Augentrostkraut, Kamillenblüten,  Salbeiblätter,  Walnussblätter

Nach dem ein gehäufter Esslöffel dieser Kräutermischung mit 150 ml kochendem Wasser übergossen wurde 10 Minuten bedeckt stehen lassen. Dann abseihen und abkühlen lassen. Tauchen Sie einen Wattebausch oder eine Kompresse den warmen Sud, drücken Sie diese leicht aus und legen Sie sie für etwa 15 Minuten auf die geschlossenen Augen. Auch Kompressen mit schwarzen Tee können bei müden Augen helfen.

Beachten Sie das Kamillenblüten bei empfindlichen Personen zu Unverträglichkeitsreaktionen führen können.

In Ihrer Apotheke sind Augentrostpräparate auch als Fertigarzneimittel erhältlich und helfen zum Beispiel  bei einer Bindehautentzündung.