Sonntag, 23. November 2014

Allergie: Allergene, Einflussfaktoren und Anamnese

März 26, 2011 by  
Filed under Allergie, Beratung

Allergene

Zu den eingeatmeten Stoffen zählen beispielsweise Milben, Pollen, Tierhaare oder auch Schimmelpilze. Auch Medikamente, wie zum Beispiel Antibiotika können einen Hautausschlag hervorrufen.

Insektengifte

Sehr gefährlich, sogar teils lebensgefährlich können die Insektengifte sein. Schon innerhalb kurzer Zeit nach dem Stich kann sich die allergische Reaktion lebensbedrohlich entwickeln.

Hausstaubmilben

Sie kommen fast überall vor. Sie fühlen sich besonders in unseren vielen Textilien im Wohnbereich wohl. Nicht zu finden sind sie an Orten hoher Trockenheit, wie in Höhen über 1200 m oder an der Nordsee. Hauptsächlich reagiert der Allergiker auf den Kot der Hausstaubmilbe. Der Begriff „Hausstauballergie“ ist daher etwas irreführend, da der Hausstaub eine Vielzahl an Allergenen verbirgt, wie zum Beispiel Tierhaare oder Schimmelsporen und nicht nur ein Allergen allein.

Pollen windbestäubender Pflanzen

Im Februar und März sind die Baumpollen von der Haselnuss, Erle und Birke die Beschwerdemacher. Im Mai und Juni werden diese von den Gräserpollen verdrängt und im Juli und August spielen die Kräuterpollen die Hauptrolle.

Schimmelpilze

Damit sind nicht unsere beliebten Speisepilze gemeint, sondern die Pilze an nassen Wänden oder auf Lebensmitteln.  Zu ihnen gehören: der Aspergillus fumigatus, Fusarium, Mucor, Alternaria, Pullularia botrytis und Penicillium notatum.

Besonders in feuchten Monaten oder Monaten mit häufigem Wetterwechsel wie Februar, März, April, August, September und Oktober, ist eine hohe Konzentration an Pilzsporen zu beobachten. Überall wo Feuchtigkeit besteht, wie an feuchten Mauern, Tapeten Kachelwände, Ausgüsse oder an Textilien, sowie Klimaanlagen und Luftbefeuchtern sind können sich Schimmelpilze gut vermehren. Auch Lebensmittel wie Obstsäfte oder alkoholische Getränke können nach einiger Zeit Spuren von Pilzsporen aufweisen.

Einflussfaktoren

Auch die allgemeine Luftverschmutzung hat speziell auf die Konzentration der Allergene einen Einfluss. Somit haben Kinder, die unmittelbar an einer Hauptverkehrsstraße wohnen, ein 3,7 fach höheres Risiko allergische Erkrankungen zu entwickeln und ein 1,7 höheres Risiko einen Hautausschlag zu bekommen. Auch Ozon kann ein Allergen darstellen und zu Entzündungen der Schleimhäute führen, besonders bei empfindlichen Menschen. Dies wiederum kann die Entwicklung von Asthma oder Heuschnupfen begünstigen.

Schadstoffe in den Innenräumen stellen ein weiteres Problem dar. Durch das Passivrauchen erkranken die Kinder vermehrt an einer Bronchitis bzw. Lungenentzündung, was ebenfalls eine Asthmaerkrankung begünstigen.

Bis heute konnten keine genauen Ergebnisse über die Grenzwerte von Schadstoffkonzentrationen ermittelt werden. Die erhöhte Umweltbelastung beeinflusst die Allergieentstehung auf vielfältige Weise, sie begünstigt oder verstärkt diese und zudem ist es nicht eine Substanz allein, die schädlich wirkt. Zahlreiche Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Ozon, Schwermetalle und Stickoxid mit noch nicht geklärtem Einzelstoffanteil bedingen die allgemeine Umweltbelastung. Schwermetalle aus der Luft haften an Pollen, wodurch die allergene Wirkung der Pollen um ein wesentliches aggressiver ist.

Anamnese

Um festzustellen, wogegen Sie genau allergisch reagieren, wird Ihr Arzt eine ausführliche Krankengeschichte von Ihnen erstellen.

Wichtige Informationen sind:

- Familiäre Allergieleiden?

- Welche Beschwerden gibt es, wann treten sie auf, Art, Dauer und Intensität?

- Sind unspezifische Auslöser wie Wetter oder körperliche Aktivität zu beobachten?

- Stehen die Beschwerden mit der Einnahme von Medikamenten im Zusammenhang oder mit Nahrungsmitteln und wenn ja, mit welchen?

Das Führen eines Beschwerdetagebuches kann dabei sehr hilfreich sein.  Dennoch ist es oft schwierig, das spezielle Allergen heraus zu bekommen. Wenn bestimmte Stoffe im Zusammenhang mit entsprechenden Symptomen wie Schleimhautschwellungen, Hautausschlägen oder Atemnot stehen, sollten weitere diagnostische Maßnahmen ergriffen werden:

Blutabnahme: Meistens lassen sich bei dem Betroffenen erhöhte IgE-Antikörper-Konzentrationen nachweisen, der für die Immunabwehr verantwortlich ist. Auch die weißen Blutkörperchen sind in ihrer Zahl erhöht.

Prick-Test: Bei diesem Verfahren werden bestimmte Extrakte der Antigene auf die Haut aufgebracht und eine Reaktion, wie Schwellung oder Rötung abgewartet. Dies ermöglicht eine Allergie diagnostisch abzusichern.

Schleimhautprovokationstest: Hier werden die Extrakte in Augen oder Nase verabreicht oder in die Bronchien eingeatmet.