Dienstag, 22. Juli 2014

Allergie: Vorbeugen und Tipps für den Alltag

März 26, 2011 by  
Filed under Allergie

Durch hilfreiche Tipps und Tricks kann Ihnen der Umgang mit Ihrer Allergie erleichtert werden.

Vorsorge ist natürlich die beste Therapie. So kann die Entstehung einer Allergie verhindert werden und das beginnt schon im frühen Kindesalter.

Die Ernährung durch die Muttermilch senkt erheblich das Risiko eine Allergie zu entwickeln, da das Kind darüber wichtige Abwehrstoffe erhält, die es selber noch nicht bilden kann. Auch über die weitere Ernährung kann man vieles steuern. So ist es ratsam erst ab dem 6. Lebensmonat feste Nahrungsmittel zuzuführen und bis zum 2. Lebensjahr Lebensmittel wie Fisch, Eier, Schokolade oder Nüsse zu vermeiden. Viel Wert sollte auch auf frische Produkte gelegt werden. Die Konservierungsstoffe in den Fertigprodukten können Allergien auslösen.

Wenn eine Allergie jedoch nachgewiesen worden ist, sollte der Kontakt mit dem entsprechenden Allergen weitestgehend vermieden werden.

Tierhaarallergie

Allergene sind hier meist die Haare und Hautschuppen von Haustieren. Das Fell ist weiterhin Reservoir für Milben. Liegt eine allergische Veranlagung bei den Kindern vor, sollten keine Haustiere gehalten werden.

Pollenallergie

Es ist recht schwierig den Pollen vollständig auszuweichen. Doch bestimmte Verhaltensregeln können das Leben für den Allergiker erleichtern:

- Pollenflugdienste informieren Sie darüber, wann welche Pollen unterwegs sind

- Halten Sie sich dann möglichst in geschlossenen Räumen auf oder Tragen Sie draußen eine Sonnenbrille, dass kann die Menge an Pollen im Auge vermindern

- Öffnen Sie erst am Abend die Fenster, da sind die Pollenkonzentrationen am niedrigsten

- Waschen Sie vor dem Zubettgehen Ihre Haare und lagern Sie Ihre Tageskleidung nicht mit im Schlafzimmer

- Halten Sie die Fenster beim Schlafen geschlossen

- Während der Pollenflugzeit sollten Sie Ihre Wäsche nicht im Freien aufhängen

- Ihre Autolüftung sollte zusätzlich einen Pollenfilter enthalten

- Bei der Urlaubsplanung ist es günstig, dann abzureisen, wenn der Pollenflug zu Hause am stärksten ist. Im Hochgebirge oder an der See ist die Pollenbelastung oft geringer oder zeitlich versetzt.

Hausstaub-Milben-Allergie

Hier ist es ratsam auf textile Einrichtungsgegenstände, wie Stoffsofas oder Wandteppiche, zu verzichten, Andere Textilien wie Bettdecken oder Kissen sollten mindestens bei 60°C gewaschen werden, da erst ab diesen Temperaturen die Milben absterben. Um weniger Staub aufzuwirbeln, saugen sie lieber die Bodenflächen. Zusätzlich sollten Staubsauger mit speziellen Mikrofiltern ausgestattet sein. Schützen Sie Ihre Bücher vor Staub, in dem Sie sie unter Verschluss lagern. Erhöhen Sie die Zimmertemperatur nicht über 20°C und halten Sie die Luftfeuchtigkeit gering, da bei höheren Werten (75-80% Luftfeuchtigkeit) sich die Milben am besten entwickeln können.

Schimmelpilzallergie

Dem Betroffenen werden eine spezielle Diät mit wenigen Nahrungsmitteln und der Verzicht auf Obst und Gemüse empfohlen. 14 Tage lang sollten nur eine Brotsorte, Kartoffeln, Fleisch, Butter, Mineralwasser, Zucker und Salz aufgenommen werden.

Auch sonst gilt eine Zurückhaltung bei der Lebensmittelauswahl:

- Fisch: alle Sorten, aber naturbelassen

- Fleisch: keine verarbeiteten Wurstwaren oder Geräuchertes

- Gemüse: Kartoffel oder Karotten

- Obst: Bananen oder gedünstete Aprikosen

- Nährmittel: Weizen und Weizenprodukte, sowie Reis

- Brot: eine Sorte, ohne Backzusatzstoffen, milchfrei

- Getränke: Mineralwasser, Tee, Kaffee

- Fett: Butter, Butterschmalz

-  Salz, Zucker

Allgemein ist noch zu beachten, dass ausreichend gelüftet wird, hinter Schränken, Kachel oder Holzvertäfelungen keine feuchten Stellen sind und Küchenabfälle nicht liegen gelassen werden. Auch Zimmerpflanzen oder Gestecke sind Nährboden für Schimmelpilze. Entfernen Sie die Luftbefeuchter an Heizkörpern. Lagern Sie Obst und Gemüse im Kühlschrank. Gartenarbeiten sind ebenfalls ungünstig, da sich die Schimmelpilze auch im Kompost und in Pflanzenteilen gut entwickeln können.

Je weniger Sie mit den Allergenen in Kontakt kommen umso geringer fällt die Reaktion darauf aus.