Dienstag, 2. September 2014

Babyakne

März 13, 2010 by  
Filed under Haut und Haare, Medizin

© fotoundmakeup - Fotolia.comViele Säuglinge bekommen zwischen der sechsten und der achten Woche kleine Pickel. Es handelt sich hierbei um die sogenannte Babyakne, die viele Eltern vorerst erschreckt. Doch es gibt kein Grund zur Sorge, denn die besondere Form der Akne ist völlig harmlos und heilt in der Regel von selbst. Meistens verschwinden die Pickel und Pusteln so plötzlich, wie sie gekommen ist. Nur selten werden die Neugeborenen mit speziellen Medikamenten (Cremes oder Salben) therapiert, oft ist dies der Fall, wenn sich die Haut entzündet oder eitrig ist. Ebenfalls unbedenklich sind Milien, Grieskörner, hautgried und hornhautgefüllte Zysten. Bei letzterem handelt es sich um kleine gelblich-weiße Pickel, die vor allem auf der Nase auftreten.

Ursache: Mediziner vermuten, dass der Hautauschlag aufgrund von Hormonen entsteht, die während der Schwangerschaft über den Mutterkuchen in den Blutkreislauf des Kindes gelangen. Die Hormone, welche der kindliche Körper zuerst abbauen muss, werden außerdem oft in der Stillzeit übertragen. Die Babyhaut reagiert auf die hormonelle Umstellung und verändert sich deshalb vorübergehend. Bei wenigen Kindern wird die Neugeborenenakne durch nicht ausgereifte Hautporen und verstopfte Talgdrüsen verursacht.

Symptome: Auf der Haut bilden sich gerötete Pusteln und Pickel, die etwas erhaben sind und gereizt wirken. Diese können von Mitessern begleitet werden.

Wann sollte der Arzt aufgesucht werden: Sollten sich die kleinen Pickel unaufhaltsam vermehren, ist der Rat des Kinbderarztes nötig, um mögliche andere Erkrankungen auszuschließen.

Was Sie tun können, um entzündete Babyhaut zu vermeiden:

  • Fingernägel des Säuglings stets kurz halten, damit er sich nicht selbst kratzt

  • Pickel nicht ausdrücken

  • Pflege mit Cremes nicht übertreiben: übermäßiges Eincremen kann die Haut des Kindes reizen und bereits entzündliche Stellen verschlimmern

  • Den Kopf des Neugeborenen auf eine Mullwindel (Baumwollwindel) legen. Milch und Speichel enthalten reizende Stoffe, die sich negativ auf die Haut auswirken können. Eine Mullbinde sollte auch verwendet werden, wenn Sie Ihr Kind auf den Arm nehmen, da die empfindliche Babyhaut auf Ihre Ihre Kleidung reagieren kann, besonders wenn Sie Parfüm aufgelegt haben

  • Die Kleidung des Kindes sollte nicht zu eng sein, sondern eher locker sitzen. Zudem sollte sie regelmäßig gewechselt werden. Auch Waschmittelrückstände auf der Wäsche können Hautreizungen hervorrufen

  • Säubern Sie Ihr Kind sanft in einer Wanne mit lauwarmem Wasser

  • Trockene Babyhaut sollte einmal am Tag mit einer geeigneten Lotion (eventuell spezielle Creme für Babys) eingecremt werden. Sofern eine Pflegelotion nicht notwendig ist, sollte das Kind auch nicht damit behandelt werden. Babypflege sollte immer frei von parfümen und unnatürlichen Konservierungsstoffen sein