Montag, 28. Juli 2014

Brustkrebsvorsorge

Januar 27, 2010 by  
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Die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland ist Brustkrebs. Jedes Jahr gibt es etwa 55.000 Neuerkrankungen. Deshalb gehört die Untersuchung der Brustdrüsen und Achsellymphknoten durch Abtasten mittlerweile bei jedem Gang zum Frauenarzt dazu. Dieses Früherkennungsprogramm wird ergänzt durch das Mammographie-Screening (Röntgenuntersuchung der Brust), welches bundesweit durchgeführt wird. Je eher der Tumor in der Brust erkannt wird, desto besser stehen die Heilungschancen. Werden Brustkrebszellen entdeckt, werden diese oftmals operativ entfernt. Die Strahlentherapie wird angewendet, um die Brust zu erhalten. Zusätzlich müssen die meisten Frauen eine Chemo- und/ oder Hormontherapie über sich ergehen lassen. Damit wird das Rückfallrisiko reduziert.

Symptome: Brustkrebs verursacht zu Beginn keine erkennbaren Beschwerden. Symptome wie Knoten in der Brust, Verdichtungen oder Verhärtungen in Brust oder Achselbereich können jedoch auf einen Tumor hindeuten. Weitere Alarmsignale können eine eingezogene Brustwarze sein, Sekrete daraus und Veränderungen der Haut.

Ursachen: Die genauen Ursachen sind bislang nicht nicht völlig geklärt. Fest steht aber, dass Hormone das Krankheitsbild beeinflussen. Der frühe erste Zyklus der Frau sowie der späte Eintritt der Wechseljahre spielen ebenfalls eine Rolle. Ein weiterer Risikofaktor ist die mehrere Jahre andauernde Hormonersatztherapie gegen Beschwerden in den Wechseljahren. Zudem bergen Übergewicht, Bewegungsmangel und der Konsum von Alkohol das Risiko der Erkrankung. Übrigens steigt die Erkrankungsgefahr mit der Menge an Alkohol, der genossen wurde. Nur etwa bei fünf bis zehn Prozent der Erkrankten sind genetische Erbfaktoren die Ursache. Es gibt außerdem weitere genetische Einflüsse, die aber noch Fragen aufwerfen.

Dagegen kann sich eine erste Schwangerschaft vor dem 30. Lebensjahr positiv auswirken, damit könnte Brustkrebs also eher vermieden werden.

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Frauen ab 30 Jahren steht ein Brustkrebsfrüherkennungsprogramm einmal pro Jahr zur Verfügung. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren sollten zusätzlich alle zwei Jahre das Mammographie-Screening in Anspruch nehmen. Über die konkreten Programme informiert Sie Ihr Frauenarzt. Teilnehmer der Programme müssen keine Praxisgebühr bezahlen. Grundsätzlich gilt: bei allen offenen Fragen stets den Frauenarzt kontaktieren.

Brustkrebsvorsorge: Die Früherkennungsuntersuchung beginnt mit einer Amnese, damit ist die Befragung des Arztes über den Krankheitsverlauf gemeint. Wurde die Brust regelmäßig selbst abgetastet? Wurden Knoten bemerkt? Gibt es Verwandte, die an Brustkrebs erkrankt sind? Der Arzt wird anschließend die Brust sowie die Lymphknoten in der Achselhöhle auf mögliche Knoten untersuchen. Dabei erklärt er die Vorgehensweise bei der Selbstkontrolle. Das Mammoghrapie-Screening findet in der Regel nur bei Frauen ab 50 statt. Dabei wird die Brust in zwei verschiedenen Positionen geröntgt: zuerst von oben nach unten, dann schräg von der Seite zur Mittel. Die Auswertung der Bilder übernehmen zwei besonders qualifizierte Ärzte. Zeigt das Bild Auffälligkeiten, werden weitere Experten hinzugezogen. Diese Qualitätssicherung dauert ein paar Tage, so dass Patienten das Ergebnis erst etwa sieben Tage später erhalten.