Freitag, 24. Oktober 2014

Zähneknirschen

April 8, 2010 by  
Filed under Allgemein, Nerven und Psyche

Das Zähneknirschen gilt bereits als Volkskrankheit, denn etwa jeder dritte Deutsche ist davon betroffen. Als Hauptursache für die nächtliche Zahnarbeit gilt Stress im Alltag und Beruf. Um etwas gegen das Zähneknirschen zu unternehmen, sollten die Leidtragenden daher in erster Linie übermäßigen Stress vermeiden.

Symptome: Beim Zähneknirschen arbeitet das Mundwerk im Schlaf, ohne dass Betroffene dies bemerken. Manchmal passiert dieser Vorgang auch geräuschvoll, so dass der Partner dadurch gestört wird. Die Zähne lassen den Kiefer malen und knacken. Dann sprechen Mediziner von der sogenannten Craniomandibulären Dyfunktion (CMD), die nicht nur unangenehme Knackgeräusche verursacht, sondern auch schwerwiegende, gesundheitliche Schäden hervorrufen kann. Schätzungsweise leiden etwa fünf bis zehn Prozent der Zähneknirscher unter CMD. Häufig führt die nächtliche Zahnarbeit zu Kopfschmerzen, Verspannungen der Nackenmuskulatur und des Kiefers, Migräne und sogar zu Fehlstellungen des Beckens und Tinnitus, sofern CMD nicht erkannt und behandelt wird.

Ursachen: Als Hauptfaktor für das Zähneknirschen gilt Stress. Müssen sich Betroffene in ihrem Alltag „durchbeißen“, kommt es häufig auch während des Schlafs zu dem unkontrollierten Zahnabrieb. Die meisten betroffenen sind Frauen (etwa 80 Prozent). Vermutlich können sie mit Stress weniger gut umgehen als Männer.

Diagnose und Therapie: Der Zahnarzt erkennt das Zähneknirschen an leichten Zahnabriebstellen. Er kann dann eine Schiene anpassen, welche jede Nacht getragen werden muss. Sie gleicht einer losen Zahnspange, die entweder am Unter- oder Obergebiss angebracht wird. Dadurch können die Zähne nicht mehr aneinander reiben und werden geschont. Zudem bleiben die unkontrollierten Knirschgeräusche aus. Zusätzlich können Patienten verschiedene Entspannungstechniken erlernen (zum Beispiel an einer Volkshochschule oder in Reha-Einrichtungen). Mithilfe der progressiven Muskelentspannung können Körper und Psyche in einen Einklang gebracht werden. Beim Stressabbau lässt dann auch die Anspannung im Kiefer nach. Übrigens können und sollten die erlernten Entspannungsübungen zu Hause fortgesetzt werden.