Freitag, 27. Mšrz 2015

Herzbeschwerden

Das Herz eines gesunden Menschen schlägt mit gleich bleibender Regelmäßigkeit etwa 100.000 Mal pro Tag. Mit jedem einzelnen Herzschlag wird Blut durch den gesamten Körper gepumpt, somit wird der ganze Organismus mit Sauerstoff und lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt. Bekommt das Herz Aussetzer, kommt es zu Herzbeschwerden. Diese sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da die meisten Menschen infolge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben.

Symptome: Die Symptome k√∂nnen auf ganz verschiedene Weise auftreten. √Ąltere Patienten leiden unter allgemeinem Leistungsabfall, unter M√ľdigkeit und Kurzatmigkeit, insbesondere beim Treppensteigen und bei anderen k√∂rperlichen Anstrengungen. H√§ufig deuten diese Beschwerden auf eine chronische Herzschw√§che (Herzinsuffizienz) hin. Schl√§gt das Herz zu langsam, sind Schwindelanf√§lle oft die Folge. Ein zu schnell schlagendes Herz f√ľhrt dagegen zu ‚ÄěHerzrasen‚Äú bzw. zu einem unregelm√§√üigen Schlagen. Ganz gleich, ob das Herz zu schnell, zu langsam oder unregelm√§√üig schl√§gt: Herzrhythmusst√∂rungen werden von Betroffenen oftmals als sehr unangenehm empfunden.

Ebenfalls ein typisches Symptom ist das pl√∂tzliche Engegef√ľhl im Brustkorb oder ein Druck hinter dem Brustbein, oft werden die Beschwerden von Atemnot und Angst begleitet.

Ursachen: Die h√§ufigste Ursache f√ľr Herzleiden ist die sogenannte koronare Herzerkrankung (KHK). Aufgrund einer Arteriosklerose der Herzgef√§√üe wird nicht mehr genug Sauerstoff in den Herzmuskel transportiert. Infolge der Sauerstoffunterversorgung kann der Herzmuskel dann nicht mehr richtig arbeiten. Famili√§rer Stress und Belastung im Alltag beg√ľnstigen diese Erkrankung und auch √§ltere Menschen und M√§nner sind oft betroffen. Weitere Risikofaktoren sind Fettstoffwechselst√∂rungen, Zuckerkrankheit, hoher Blutdruck, Rauchen und √úbergewicht. H√§ufige Folgen einer koronalen Herzerkrankung sind Angina pectoris, Herzinfarkt, St√∂rungen des Herzrhythmus oder Herzinsuffizienz. Weitere m√∂gliche Verursacher sind erbliche Veranlagung, Stress, Stoffwechselerkrankungen, St√∂rungen im Elektrolythaushalt und auch Medikamente.

Die Apotheke hilft: In der Regel werden Herzbeschwerden mit Hilfe von verschreibungspflichtigen Medikamenten therapiert. Um die regelm√§√üige Einnahme der Tabletten zu erleichtern, bietet die Apotheke diverse Beh√§lter mit Tages- und Wocheneinteilung. Zus√§tzlich kann je nach Ursache der Herzbeschwerden auch die Herzfunktion unterst√ľtzt werden. √úber solche erg√§nzenden Ma√ünahmen sollte aber stets der betreuende Arzt informiert werden.

Bei leichten Herzbeschwerden bew√§hrt sich insbesondere die Heilpflanze Wei√üdorn (Crataegus). Produkte mit Ausz√ľgen aus den Bl√§ttern und Bl√ľten haben in vielen F√§llen eine leichte Herzinsuffizienz deutlich verbessert. Pr√§parate mit Fisch√∂l und Knoblauch k√∂nnen √ľberm√§√üige Gef√§√üablagerungen verhindern. Betroffene sollten au√üerdem daf√ľr sorgen, dass der Elektrolythaushalt im K√∂rper ausgeglichen ist, um Herzrhythmusst√∂rungen und Muskelkr√§mpfen entgegen zu wirken. Magnesium entspannt die Muskulatur und spielt eine bedeutende Rolle f√ľr den Transport von Nervenimpulsen zum Herzen. Doch auch die Unterversorgung anderer N√§hrstoffe betreffend kann sich negativ auf das Herz auswirken. Ein gesunder Mensch braucht neben Magnesium beispielsweise auch Kalium und Calcium, damit die funktionelle Zusammenarbeit verschiedener Elektrolyte stattfinden kann. Hierf√ľr eignen sich vor allem Kombinations-P√§parate. Diese k√∂nnen neben einer ausgewogenen Ern√§hrung dem K√∂rper zus√§tzlich wichtige N√§hrstoffe liefern. Im richtigen Verh√§ltnis zueinander kann die Mengenrelation der Salze im K√∂rper stabil gehalten werden, dies hat auch eine positive Wirkung auf das Herz.

Was Sie noch tun können:

  • Regelm√§√üige Vorsorgeuntersuchungen

  • Regelm√§√üige Kontrolle des Blutdrucks

  • Ausgewogene und abwechslungsreiche Ern√§hrung f√ľr ein konstantes Erlektrolyt-Gleichgewicht

  • Nahrungserg√§nzungsmittel auf Elektrolyt-Basis, diese sind in der Apotheke erh√§ltlich

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Wer glaubt Herzbeschwerden zu haben, sollte unbedingt sofort zum Arzt gehen. Angina pectoris kann zu einem Herzinfarkt f√ľhren.

Der Arzt wird sich eingehend √ľber die Beschwerden informieren. Die Behandlung umfasst das Messen des Blutdrucks, Abh√∂ren von Herz und Lunge, Puls f√ľhlen und Blutabnahme. Des weiteren wird ein Elektrokardiogramm (EKG) geschrieben, in einigen F√§llen unter Belastung. Das EKG unter Anstrengung wird aufgezeichnet, w√§hrend der Patient auf einem Fahrrad sitzt. Liegen eine Herzschw√§che, ein zu hoher Blutdruck oder Herzrhythmusst√∂rungen vor, schreibt der Arzt Medikamente auf, die nach strikter Anweisung eingenommen werden m√ľssen. Besteht der Verdacht eines Herzinfarktes, wird der Patient umgehend in die Klinik √ľberwiesen.

√úbrigens: Wissenschaftliche Studien fanden heraus, dass depressive Menschen vorzeitig sterben, selbst wenn das Herz gesund ist. Betroffen sind vor allem M√§nner. Die Wahrscheinlichkeit, an einem Infarkt zu sterben, liegt f√ľnf Mal h√∂her als bei nicht depressiven Menschen.

Vor vielen Jahren glaubten √Ąrzte noch, Herzkranke Menschen sollten sich schonen und Anstrengungen vermeiden. Heute ist die Medizin weiter: nach Absprache mit dem behandelnden Arzt kann regelm√§√üiger, moderater Sport die Leistungsf√§higkeit erkennbar verbessern.