Sonntag, 26. Oktober 2014

Herzbeschwerden

Januar 5, 2010 by  
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Das Herz eines gesunden Menschen schlägt mit gleich bleibender Regelmäßigkeit etwa 100.000 Mal pro Tag. Mit jedem einzelnen Herzschlag wird Blut durch den gesamten Körper gepumpt, somit wird der ganze Organismus mit Sauerstoff und lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt. Bekommt das Herz Aussetzer, kommt es zu Herzbeschwerden. Diese sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da die meisten Menschen infolge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben.

Symptome: Die Symptome können auf ganz verschiedene Weise auftreten. Ältere Patienten leiden unter allgemeinem Leistungsabfall, unter Müdigkeit und Kurzatmigkeit, insbesondere beim Treppensteigen und bei anderen körperlichen Anstrengungen. Häufig deuten diese Beschwerden auf eine chronische Herzschwäche (Herzinsuffizienz) hin. Schlägt das Herz zu langsam, sind Schwindelanfälle oft die Folge. Ein zu schnell schlagendes Herz führt dagegen zu „Herzrasen“ bzw. zu einem unregelmäßigen Schlagen. Ganz gleich, ob das Herz zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig schlägt: Herzrhythmusstörungen werden von Betroffenen oftmals als sehr unangenehm empfunden.

Ebenfalls ein typisches Symptom ist das plötzliche Engegefühl im Brustkorb oder ein Druck hinter dem Brustbein, oft werden die Beschwerden von Atemnot und Angst begleitet.

Ursachen: Die häufigste Ursache für Herzleiden ist die sogenannte koronare Herzerkrankung (KHK). Aufgrund einer Arteriosklerose der Herzgefäße wird nicht mehr genug Sauerstoff in den Herzmuskel transportiert. Infolge der Sauerstoffunterversorgung kann der Herzmuskel dann nicht mehr richtig arbeiten. Familiärer Stress und Belastung im Alltag begünstigen diese Erkrankung und auch ältere Menschen und Männer sind oft betroffen. Weitere Risikofaktoren sind Fettstoffwechselstörungen, Zuckerkrankheit, hoher Blutdruck, Rauchen und Übergewicht. Häufige Folgen einer koronalen Herzerkrankung sind Angina pectoris, Herzinfarkt, Störungen des Herzrhythmus oder Herzinsuffizienz. Weitere mögliche Verursacher sind erbliche Veranlagung, Stress, Stoffwechselerkrankungen, Störungen im Elektrolythaushalt und auch Medikamente.

Die Apotheke hilft: In der Regel werden Herzbeschwerden mit Hilfe von verschreibungspflichtigen Medikamenten therapiert. Um die regelmäßige Einnahme der Tabletten zu erleichtern, bietet die Apotheke diverse Behälter mit Tages- und Wocheneinteilung. Zusätzlich kann je nach Ursache der Herzbeschwerden auch die Herzfunktion unterstützt werden. Über solche ergänzenden Maßnahmen sollte aber stets der betreuende Arzt informiert werden.

Bei leichten Herzbeschwerden bewährt sich insbesondere die Heilpflanze Weißdorn (Crataegus). Produkte mit Auszügen aus den Blättern und Blüten haben in vielen Fällen eine leichte Herzinsuffizienz deutlich verbessert. Präparate mit Fischöl und Knoblauch können übermäßige Gefäßablagerungen verhindern. Betroffene sollten außerdem dafür sorgen, dass der Elektrolythaushalt im Körper ausgeglichen ist, um Herzrhythmusstörungen und Muskelkrämpfen entgegen zu wirken. Magnesium entspannt die Muskulatur und spielt eine bedeutende Rolle für den Transport von Nervenimpulsen zum Herzen. Doch auch die Unterversorgung anderer Nährstoffe betreffend kann sich negativ auf das Herz auswirken. Ein gesunder Mensch braucht neben Magnesium beispielsweise auch Kalium und Calcium, damit die funktionelle Zusammenarbeit verschiedener Elektrolyte stattfinden kann. Hierfür eignen sich vor allem Kombinations-Päparate. Diese können neben einer ausgewogenen Ernährung dem Körper zusätzlich wichtige Nährstoffe liefern. Im richtigen Verhältnis zueinander kann die Mengenrelation der Salze im Körper stabil gehalten werden, dies hat auch eine positive Wirkung auf das Herz.

Was Sie noch tun können:

  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

  • Regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks

  • Ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung für ein konstantes Erlektrolyt-Gleichgewicht

  • Nahrungsergänzungsmittel auf Elektrolyt-Basis, diese sind in der Apotheke erhältlich

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Wer glaubt Herzbeschwerden zu haben, sollte unbedingt sofort zum Arzt gehen. Angina pectoris kann zu einem Herzinfarkt führen.

Der Arzt wird sich eingehend über die Beschwerden informieren. Die Behandlung umfasst das Messen des Blutdrucks, Abhören von Herz und Lunge, Puls fühlen und Blutabnahme. Des weiteren wird ein Elektrokardiogramm (EKG) geschrieben, in einigen Fällen unter Belastung. Das EKG unter Anstrengung wird aufgezeichnet, während der Patient auf einem Fahrrad sitzt. Liegen eine Herzschwäche, ein zu hoher Blutdruck oder Herzrhythmusstörungen vor, schreibt der Arzt Medikamente auf, die nach strikter Anweisung eingenommen werden müssen. Besteht der Verdacht eines Herzinfarktes, wird der Patient umgehend in die Klinik überwiesen.

Übrigens: Wissenschaftliche Studien fanden heraus, dass depressive Menschen vorzeitig sterben, selbst wenn das Herz gesund ist. Betroffen sind vor allem Männer. Die Wahrscheinlichkeit, an einem Infarkt zu sterben, liegt fünf Mal höher als bei nicht depressiven Menschen.

Vor vielen Jahren glaubten Ärzte noch, Herzkranke Menschen sollten sich schonen und Anstrengungen vermeiden. Heute ist die Medizin weiter: nach Absprache mit dem behandelnden Arzt kann regelmäßiger, moderater Sport die Leistungsfähigkeit erkennbar verbessern.