Freitag, 6. März 2015

Zahnpflege

Januar 12, 2010 by  
Filed under Beratung, Mundgesundheit

Karies ist die hĂ€ufigste Erkrankung der Zahnhartsubstanz. Um dem Karies vorzubeugen, sollte auf eine grĂŒndliche Zahnpflege und auf eine zuckerarme ErnĂ€hrung geachtet werden.

Symptome: Karies macht sich erst nach lĂ€ngerer Zeit bemerkbar und verursacht zunĂ€chst keine Beschwerden oder gar Schmerzen. Nach und nach entstehen VerfĂ€rbungen an den ZĂ€hnen, die aber in den meisten FĂ€llen ignoriert werden. Des weiteren reagieren die erkrankten ZĂ€hne empfindlich auf heiße und kalte Speisen und GetrĂ€nke. Schmerzen kommen erst in der fortgeschrittenen Entwicklungsphase hinzu, wenn der Kariesdefekt die Zahnpulpa (den Nerv) erreicht.

Ursachen: Karies zersetzt die Zahnhartsubstanz. Die Ursache sind oftmals Bakterien, insbesondere Streptococcus mutans. Werden diese Bakterien bei der Zahnreinigung nicht sorgfĂ€ltig entfernt, bilden sich Plaque, der typisch gelblich-weiße Zahnbelag, sowie SĂ€uren aus Zucker in der Nahrung, die den Zahnschmelz angreifen. Die Zusammensetzung des Speichels ist bei jedem Menschen etwas anders, hiervon hĂ€ngt ab, wie anfĂ€llig ZĂ€hne fĂŒr Karies sind. Eventuell spielt auch die erbliche Veranlagung eine Rolle.

Die Apotheke hilft: Die Apotheke empfiehlt, zur grĂŒndlichen Zahnreinigung mittelharte oder weiche ZahnbĂŒrsten mit abgerundeten Kunststoffborsten zu verwenden. Alternativ können elektrische BĂŒrsten und die sehr schnell vibrierenden SchallzahnbĂŒrsten eingesetzt werden, da sie die empfindlichen ZahnhĂ€lse behutsam behandeln. ZusĂ€tzlich ist es wichtig, die ZahnzwischenrĂ€ume tĂ€glich zu reinigen. HierfĂŒr eignen sich Hilfsmittel wie InterdentalbĂŒrstchen und fluoridierte Zahnseide. Letztere sollte möglichst ungewachst sein, da sie den Zahnbelag sorgfĂ€ltiger beseitigt. MundspĂŒllösungen, die Chlorhexidin, Amin- und Zinnfluorid enthalten, unterstĂŒtzen die ZahnhĂ€rtung. Neben einer Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt von ungefĂ€hr 1 400 ppm sollte extra einmal pro Woche ein konzentriertes Fluoridgel verwendet werden. DarĂŒber hinaus kann mit speziellen Zungenreinigern der Belag auf der Zunge entfernt werden. Dieser Zahnbelag ist oft die Ursache fĂŒr Mundgeruch.

Was Sie noch tun können:

  • ZĂ€hne mindestens zwei Mal am Tag (morgens und abends) drei Minuten lang grĂŒndlich putzen. ZahnĂ€rzte empfehlen zudem die Zahnreinigung nach jeder Mahlzeit

  • Nach Mahlzeiten mit sauren Speisen etwa 30 Minuten mit dem ZĂ€hneputzen warten

  • Zahnpflegekaugummis unterstĂŒtzen die Zahnremineralisierung sowie den Speichelfluss

Zahnarztbesuch sollte erfolgen bei: Der Zahnarzt wird sich die ZĂ€hne genau ansehen und kontrollieren, ob Karies vorliegt. Ein Röntgenbild gibt Aufschluss darĂŒber, ob Karies an Stellen vorliegt, die fĂŒr den Arzt schlecht einsehbar sind. Mit Hilfe einer kalten Wattekugel oder eines elektrischen Impulses kann geprĂŒft werden, ob die Zahnwurzel abgestorben ist. Entnommene kariöse Bereiche werden mit Amalgam, Kunststoff, Gold oder Keramik aufgefĂŒllt. Bei grĂ¶ĂŸeren SchĂ€den wird eine Krone eingesetzt. Fehlende ZĂ€hne werden durch eine ZahnbrĂŒcke, einen Stiftzahn oder ein Implantat ersetzt. Fragen Sie den Zahnarzt, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen FĂŒllungsmaterialien haben. Erkundigen Sie sich außerdem ĂŒber die genauen Behandlungskosten, damit es spĂ€ter keine bösen Überraschungen gibt.

Zahnpflege bei Kindern: Schon die ersten MilchzĂ€hne mĂŒssen grĂŒndlich gepflegt werden. FĂŒr Kinder bis zum Schulalter eignen sich altersgerechte ZahnbĂŒrsten mit einem kurzen BĂŒrstenkopf und einem dicken rutschfesten Griff sowie spezielle Kinder-Zahncreme mit 500 ppm Fluorid. Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren haben zwei Mal pro Jahr Anspruch auf eine Kariesprophylaxe beim Zahnarzt. Bei dieser vorbeugenden Behandlung werden unter anderem die BackenzĂ€hne mit einem Fluoridlack versiegelt. Die Kosten hierfĂŒr ĂŒbernimmt die gesetzliche Krankenkasse.

Übrigens: 99 Prozent der Deutschen haben mindestens einen kariösen Zahn. Durchschnittlich sind zwölf ZĂ€hne pro Gebiss von Karies befallen. Eine Umfrage kam zu dem erschreckenden Ergebnis, dass etwa jeder Siebte morgens auf das ZĂ€hneputzen verzichtet.