Donnerstag, 5. März 2015

Allergie: Allergene, Einflussfaktoren und Anamnese

MĂ€rz 26, 2011 by  
Filed under Allergie, Beratung

Allergene

Zu den eingeatmeten Stoffen zÀhlen beispielsweise Milben, Pollen, Tierhaare oder auch Schimmelpilze. Auch Medikamente, wie zum Beispiel Antibiotika können einen Hautausschlag hervorrufen.

Insektengifte

Sehr gefÀhrlich, sogar teils lebensgefÀhrlich können die Insektengifte sein. Schon innerhalb kurzer Zeit nach dem Stich kann sich die allergische Reaktion lebensbedrohlich entwickeln.

Hausstaubmilben

Sie kommen fast ĂŒberall vor. Sie fĂŒhlen sich besonders in unseren vielen Textilien im Wohnbereich wohl. Nicht zu finden sind sie an Orten hoher Trockenheit, wie in Höhen ĂŒber 1200 m oder an der Nordsee. HauptsĂ€chlich reagiert der Allergiker auf den Kot der Hausstaubmilbe. Der Begriff „Hausstauballergie“ ist daher etwas irrefĂŒhrend, da der Hausstaub eine Vielzahl an Allergenen verbirgt, wie zum Beispiel Tierhaare oder Schimmelsporen und nicht nur ein Allergen allein.

Pollen windbestÀubender Pflanzen

Im Februar und MÀrz sind die Baumpollen von der Haselnuss, Erle und Birke die Beschwerdemacher. Im Mai und Juni werden diese von den GrÀserpollen verdrÀngt und im Juli und August spielen die KrÀuterpollen die Hauptrolle.

Schimmelpilze

Damit sind nicht unsere beliebten Speisepilze gemeint, sondern die Pilze an nassen WÀnden oder auf Lebensmitteln.  Zu ihnen gehören: der Aspergillus fumigatus, Fusarium, Mucor, Alternaria, Pullularia botrytis und Penicillium notatum.

Besonders in feuchten Monaten oder Monaten mit hĂ€ufigem Wetterwechsel wie Februar, MĂ€rz, April, August, September und Oktober, ist eine hohe Konzentration an Pilzsporen zu beobachten. Überall wo Feuchtigkeit besteht, wie an feuchten Mauern, Tapeten KachelwĂ€nde, AusgĂŒsse oder an Textilien, sowie Klimaanlagen und Luftbefeuchtern sind können sich Schimmelpilze gut vermehren. Auch Lebensmittel wie ObstsĂ€fte oder alkoholische GetrĂ€nke können nach einiger Zeit Spuren von Pilzsporen aufweisen.

Einflussfaktoren

Auch die allgemeine Luftverschmutzung hat speziell auf die Konzentration der Allergene einen Einfluss. Somit haben Kinder, die unmittelbar an einer Hauptverkehrsstraße wohnen, ein 3,7 fach höheres Risiko allergische Erkrankungen zu entwickeln und ein 1,7 höheres Risiko einen Hautausschlag zu bekommen. Auch Ozon kann ein Allergen darstellen und zu EntzĂŒndungen der SchleimhĂ€ute fĂŒhren, besonders bei empfindlichen Menschen. Dies wiederum kann die Entwicklung von Asthma oder Heuschnupfen begĂŒnstigen.

Schadstoffe in den InnenrĂ€umen stellen ein weiteres Problem dar. Durch das Passivrauchen erkranken die Kinder vermehrt an einer Bronchitis bzw. LungenentzĂŒndung, was ebenfalls eine Asthmaerkrankung begĂŒnstigen.

Bis heute konnten keine genauen Ergebnisse ĂŒber die Grenzwerte von Schadstoffkonzentrationen ermittelt werden. Die erhöhte Umweltbelastung beeinflusst die Allergieentstehung auf vielfĂ€ltige Weise, sie begĂŒnstigt oder verstĂ€rkt diese und zudem ist es nicht eine Substanz allein, die schĂ€dlich wirkt. Zahlreiche Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Ozon, Schwermetalle und Stickoxid mit noch nicht geklĂ€rtem Einzelstoffanteil bedingen die allgemeine Umweltbelastung. Schwermetalle aus der Luft haften an Pollen, wodurch die allergene Wirkung der Pollen um ein wesentliches aggressiver ist.

Anamnese

Um festzustellen, wogegen Sie genau allergisch reagieren, wird Ihr Arzt eine ausfĂŒhrliche Krankengeschichte von Ihnen erstellen.

Wichtige Informationen sind:

- FamiliÀre Allergieleiden?

- Welche Beschwerden gibt es, wann treten sie auf, Art, Dauer und IntensitÀt?

- Sind unspezifische Auslöser wie Wetter oder körperliche AktivitÀt zu beobachten?

- Stehen die Beschwerden mit der Einnahme von Medikamenten im Zusammenhang oder mit Nahrungsmitteln und wenn ja, mit welchen?

Das FĂŒhren eines Beschwerdetagebuches kann dabei sehr hilfreich sein.  Dennoch ist es oft schwierig, das spezielle Allergen heraus zu bekommen. Wenn bestimmte Stoffe im Zusammenhang mit entsprechenden Symptomen wie Schleimhautschwellungen, HautausschlĂ€gen oder Atemnot stehen, sollten weitere diagnostische Maßnahmen ergriffen werden:

Blutabnahme: Meistens lassen sich bei dem Betroffenen erhöhte IgE-Antikörper-Konzentrationen nachweisen, der fĂŒr die Immunabwehr verantwortlich ist. Auch die weißen Blutkörperchen sind in ihrer Zahl erhöht.

Prick-Test: Bei diesem Verfahren werden bestimmte Extrakte der Antigene auf die Haut aufgebracht und eine Reaktion, wie Schwellung oder Rötung abgewartet. Dies ermöglicht eine Allergie diagnostisch abzusichern.

Schleimhautprovokationstest: Hier werden die Extrakte in Augen oder Nase verabreicht oder in die Bronchien eingeatmet.