Sonntag, 1. März 2015

Allergie: Vorbeugen und Tipps fĂŒr den Alltag

MĂ€rz 26, 2011 by  
Filed under Allergie

Durch hilfreiche Tipps und Tricks kann Ihnen der Umgang mit Ihrer Allergie erleichtert werden.

Vorsorge ist natĂŒrlich die beste Therapie. So kann die Entstehung einer Allergie verhindert werden und das beginnt schon im frĂŒhen Kindesalter.

Die ErnĂ€hrung durch die Muttermilch senkt erheblich das Risiko eine Allergie zu entwickeln, da das Kind darĂŒber wichtige Abwehrstoffe erhĂ€lt, die es selber noch nicht bilden kann. Auch ĂŒber die weitere ErnĂ€hrung kann man vieles steuern. So ist es ratsam erst ab dem 6. Lebensmonat feste Nahrungsmittel zuzufĂŒhren und bis zum 2. Lebensjahr Lebensmittel wie Fisch, Eier, Schokolade oder NĂŒsse zu vermeiden. Viel Wert sollte auch auf frische Produkte gelegt werden. Die Konservierungsstoffe in den Fertigprodukten können Allergien auslösen.

Wenn eine Allergie jedoch nachgewiesen worden ist, sollte der Kontakt mit dem entsprechenden Allergen weitestgehend vermieden werden.

Tierhaarallergie

Allergene sind hier meist die Haare und Hautschuppen von Haustieren. Das Fell ist weiterhin Reservoir fĂŒr Milben. Liegt eine allergische Veranlagung bei den Kindern vor, sollten keine Haustiere gehalten werden.

Pollenallergie

Es ist recht schwierig den Pollen vollstĂ€ndig auszuweichen. Doch bestimmte Verhaltensregeln können das Leben fĂŒr den Allergiker erleichtern:

- Pollenflugdienste informieren Sie darĂŒber, wann welche Pollen unterwegs sind

- Halten Sie sich dann möglichst in geschlossenen RĂ€umen auf oder Tragen Sie draußen eine Sonnenbrille, dass kann die Menge an Pollen im Auge vermindern

- Öffnen Sie erst am Abend die Fenster, da sind die Pollenkonzentrationen am niedrigsten

- Waschen Sie vor dem Zubettgehen Ihre Haare und lagern Sie Ihre Tageskleidung nicht mit im Schlafzimmer

- Halten Sie die Fenster beim Schlafen geschlossen

- WÀhrend der Pollenflugzeit sollten Sie Ihre WÀsche nicht im Freien aufhÀngen

- Ihre AutolĂŒftung sollte zusĂ€tzlich einen Pollenfilter enthalten

- Bei der Urlaubsplanung ist es gĂŒnstig, dann abzureisen, wenn der Pollenflug zu Hause am stĂ€rksten ist. Im Hochgebirge oder an der See ist die Pollenbelastung oft geringer oder zeitlich versetzt.

Hausstaub-Milben-Allergie

Hier ist es ratsam auf textile EinrichtungsgegenstĂ€nde, wie Stoffsofas oder Wandteppiche, zu verzichten, Andere Textilien wie Bettdecken oder Kissen sollten mindestens bei 60°C gewaschen werden, da erst ab diesen Temperaturen die Milben absterben. Um weniger Staub aufzuwirbeln, saugen sie lieber die BodenflĂ€chen. ZusĂ€tzlich sollten Staubsauger mit speziellen Mikrofiltern ausgestattet sein. SchĂŒtzen Sie Ihre BĂŒcher vor Staub, in dem Sie sie unter Verschluss lagern. Erhöhen Sie die Zimmertemperatur nicht ĂŒber 20°C und halten Sie die Luftfeuchtigkeit gering, da bei höheren Werten (75-80% Luftfeuchtigkeit) sich die Milben am besten entwickeln können.

Schimmelpilzallergie

Dem Betroffenen werden eine spezielle DiĂ€t mit wenigen Nahrungsmitteln und der Verzicht auf Obst und GemĂŒse empfohlen. 14 Tage lang sollten nur eine Brotsorte, Kartoffeln, Fleisch, Butter, Mineralwasser, Zucker und Salz aufgenommen werden.

Auch sonst gilt eine ZurĂŒckhaltung bei der Lebensmittelauswahl:

- Fisch: alle Sorten, aber naturbelassen

- Fleisch: keine verarbeiteten Wurstwaren oder GerÀuchertes

- GemĂŒse: Kartoffel oder Karotten

- Obst: Bananen oder gedĂŒnstete Aprikosen

- NĂ€hrmittel: Weizen und Weizenprodukte, sowie Reis

- Brot: eine Sorte, ohne Backzusatzstoffen, milchfrei

- GetrÀnke: Mineralwasser, Tee, Kaffee

- Fett: Butter, Butterschmalz

-  Salz, Zucker

Allgemein ist noch zu beachten, dass ausreichend gelĂŒftet wird, hinter SchrĂ€nken, Kachel oder HolzvertĂ€felungen keine feuchten Stellen sind und KĂŒchenabfĂ€lle nicht liegen gelassen werden. Auch Zimmerpflanzen oder Gestecke sind NĂ€hrboden fĂŒr Schimmelpilze. Entfernen Sie die Luftbefeuchter an Heizkörpern. Lagern Sie Obst und GemĂŒse im KĂŒhlschrank. Gartenarbeiten sind ebenfalls ungĂŒnstig, da sich die Schimmelpilze auch im Kompost und in Pflanzenteilen gut entwickeln können.

Je weniger Sie mit den Allergenen in Kontakt kommen umso geringer fÀllt die Reaktion darauf aus.

Allergie: Allergene, Einflussfaktoren und Anamnese

MĂ€rz 26, 2011 by  
Filed under Allergie, Beratung

Allergene

Zu den eingeatmeten Stoffen zÀhlen beispielsweise Milben, Pollen, Tierhaare oder auch Schimmelpilze. Auch Medikamente, wie zum Beispiel Antibiotika können einen Hautausschlag hervorrufen.

Insektengifte

Sehr gefÀhrlich, sogar teils lebensgefÀhrlich können die Insektengifte sein. Schon innerhalb kurzer Zeit nach dem Stich kann sich die allergische Reaktion lebensbedrohlich entwickeln.

Hausstaubmilben

Sie kommen fast ĂŒberall vor. Sie fĂŒhlen sich besonders in unseren vielen Textilien im Wohnbereich wohl. Nicht zu finden sind sie an Orten hoher Trockenheit, wie in Höhen ĂŒber 1200 m oder an der Nordsee. HauptsĂ€chlich reagiert der Allergiker auf den Kot der Hausstaubmilbe. Der Begriff „Hausstauballergie“ ist daher etwas irrefĂŒhrend, da der Hausstaub eine Vielzahl an Allergenen verbirgt, wie zum Beispiel Tierhaare oder Schimmelsporen und nicht nur ein Allergen allein.

Pollen windbestÀubender Pflanzen

Im Februar und MÀrz sind die Baumpollen von der Haselnuss, Erle und Birke die Beschwerdemacher. Im Mai und Juni werden diese von den GrÀserpollen verdrÀngt und im Juli und August spielen die KrÀuterpollen die Hauptrolle.

Schimmelpilze

Damit sind nicht unsere beliebten Speisepilze gemeint, sondern die Pilze an nassen WÀnden oder auf Lebensmitteln.  Zu ihnen gehören: der Aspergillus fumigatus, Fusarium, Mucor, Alternaria, Pullularia botrytis und Penicillium notatum.

Besonders in feuchten Monaten oder Monaten mit hĂ€ufigem Wetterwechsel wie Februar, MĂ€rz, April, August, September und Oktober, ist eine hohe Konzentration an Pilzsporen zu beobachten. Überall wo Feuchtigkeit besteht, wie an feuchten Mauern, Tapeten KachelwĂ€nde, AusgĂŒsse oder an Textilien, sowie Klimaanlagen und Luftbefeuchtern sind können sich Schimmelpilze gut vermehren. Auch Lebensmittel wie ObstsĂ€fte oder alkoholische GetrĂ€nke können nach einiger Zeit Spuren von Pilzsporen aufweisen.

Einflussfaktoren

Auch die allgemeine Luftverschmutzung hat speziell auf die Konzentration der Allergene einen Einfluss. Somit haben Kinder, die unmittelbar an einer Hauptverkehrsstraße wohnen, ein 3,7 fach höheres Risiko allergische Erkrankungen zu entwickeln und ein 1,7 höheres Risiko einen Hautausschlag zu bekommen. Auch Ozon kann ein Allergen darstellen und zu EntzĂŒndungen der SchleimhĂ€ute fĂŒhren, besonders bei empfindlichen Menschen. Dies wiederum kann die Entwicklung von Asthma oder Heuschnupfen begĂŒnstigen.

Schadstoffe in den InnenrĂ€umen stellen ein weiteres Problem dar. Durch das Passivrauchen erkranken die Kinder vermehrt an einer Bronchitis bzw. LungenentzĂŒndung, was ebenfalls eine Asthmaerkrankung begĂŒnstigen.

Bis heute konnten keine genauen Ergebnisse ĂŒber die Grenzwerte von Schadstoffkonzentrationen ermittelt werden. Die erhöhte Umweltbelastung beeinflusst die Allergieentstehung auf vielfĂ€ltige Weise, sie begĂŒnstigt oder verstĂ€rkt diese und zudem ist es nicht eine Substanz allein, die schĂ€dlich wirkt. Zahlreiche Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Ozon, Schwermetalle und Stickoxid mit noch nicht geklĂ€rtem Einzelstoffanteil bedingen die allgemeine Umweltbelastung. Schwermetalle aus der Luft haften an Pollen, wodurch die allergene Wirkung der Pollen um ein wesentliches aggressiver ist.

Anamnese

Um festzustellen, wogegen Sie genau allergisch reagieren, wird Ihr Arzt eine ausfĂŒhrliche Krankengeschichte von Ihnen erstellen.

Wichtige Informationen sind:

- FamiliÀre Allergieleiden?

- Welche Beschwerden gibt es, wann treten sie auf, Art, Dauer und IntensitÀt?

- Sind unspezifische Auslöser wie Wetter oder körperliche AktivitÀt zu beobachten?

- Stehen die Beschwerden mit der Einnahme von Medikamenten im Zusammenhang oder mit Nahrungsmitteln und wenn ja, mit welchen?

Das FĂŒhren eines Beschwerdetagebuches kann dabei sehr hilfreich sein.  Dennoch ist es oft schwierig, das spezielle Allergen heraus zu bekommen. Wenn bestimmte Stoffe im Zusammenhang mit entsprechenden Symptomen wie Schleimhautschwellungen, HautausschlĂ€gen oder Atemnot stehen, sollten weitere diagnostische Maßnahmen ergriffen werden:

Blutabnahme: Meistens lassen sich bei dem Betroffenen erhöhte IgE-Antikörper-Konzentrationen nachweisen, der fĂŒr die Immunabwehr verantwortlich ist. Auch die weißen Blutkörperchen sind in ihrer Zahl erhöht.

Prick-Test: Bei diesem Verfahren werden bestimmte Extrakte der Antigene auf die Haut aufgebracht und eine Reaktion, wie Schwellung oder Rötung abgewartet. Dies ermöglicht eine Allergie diagnostisch abzusichern.

Schleimhautprovokationstest: Hier werden die Extrakte in Augen oder Nase verabreicht oder in die Bronchien eingeatmet.