Freitag, 22. August 2014

Menstruationsbeschwerden

Februar 22, 2010 by  
Filed under Frauengesundheit

Beinahe jede zweite Frau leidet unter Menstruationsbeschwerden, etwa ein Viertel unter einem prämenstruellen Syndrom. Dabei äußern sich die Symptome bereits ein bis zwei Wochen vor der Regelblutung.

Symptome: Häufig klagen Fragen über Krämpfe und Schmerzen im Unterleib. Aber auch Kopf- und Rückenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall treten oft auf. Durch die Einlagerung von Wasser im Gewebe, beginnen die Brüste zu spannen. Zudem kommt es zu Stimmungsschwankungen bei den Betroffenen, die sehr unter den Launen und der Reizbarkeit leiden.

Ursachen: Die genauen Ursachen, warum manche Frauen starke Menstruationsschmerzen bekommen, konnten bislang noch nicht geklärt werden. Mediziner vermuten, dass einige Frauen empfindlich auf die zyklusbedingten Hormonveränderungen (Progesteron, Prolactin) reagieren. Scheinbar spielen außerdem genetische Veranlagungen eine Rolle sowie äußere Einflüsse wie die Erwartungshaltung, wenn Frauen etwa im vornhinein davon ausgehen, dass die Beschwerden heftig werden. Weitere auslösende Faktoren sind bestimmte Erkrankungen und organische Veränderungen wie zum Beispiel Myome (gutartige Geschwulst der Gebärmutter) oder eine Endometriose (Erkrankung,´bei der sich die Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter bildet).

Die Apotheke hilft: Allgemeine Schmerzen können mit Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen behandelt werden. Butylscopolaminiumbromid hilft gegen Krämpfe im Unterleib. Viele Frauen schwören auf pflanzliche Produkte mit Auszügen aus Mönchspfeffer (Agnus castus), um die Zyklushormone zu regulieren. Die regelmäßige Einnahme mindert die Brustspannungen. Mit hoch dosiertem Johanniskraut lassen sich dagegen depressive Verstimmungen bessern. Wasseransammlungen lassen sich vorzugsweise mit Arzneitees mit ausschwemmend wirkenden Pflanzenbestandteilen aus Goldrute, Birke und Heuhechel reduzieren.

Was Sie sonst noch tun können:

  • Entspannungsbäder

  • Yoga und autogenes ,Training

  • Viel Bewegung an der frischen Luft

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Wenn Blutungen unvorhergesehen außerhalb der Regel oder neue Menstruationsbeschwerden auftreten, muss der Gynäkologe aufgesucht werden. Zudem kann ein Arztbesuch sinnvoll sein, wenn an einigen Tagen im Monat heftige Beschwerden den Alltag beeinflussen oder jeden Monat psychische Beschwerden auf die Stimmung drücken. Neben der Routine-Untersuchung führt der Gynäkologe oft eine Ultraschall-Untersuchung des Bauches durch, hierbei lassen sich mögliche organische Erkrankungen feststellen. Bei starken Schmerzen und sonstigen Beschwerden können Hormon haltige Verhütungsmittel, stimmungsaufhellende und ausschwemmende Medikamente verschrieben werden. Nach Rücksprache mit dem Arzt kann es Sinn machen, die Antibabypille drei bis sechs Monate lang durchgehend einzunehmen. Die Monatsblutung bleibt in diesem Zeitraum aus und auch die Beschwerden können damit vermieden werden.

Übrigens: Das prämentruelle Syndrom unterscheidet sich von normalen Menstruationsbeschwerden. Es muss mindestens eines der folgenden Symptome während der letzten fünf Tage vor der Monatsblutung in jedem der drei letzten Monatszyklen vorliegen: Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen, Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Verwirrtheit, geblähter Bauch, sozialer Rückzug, Brustspannen, Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen und Ängstlichkeit. Aufgrund starker Regelblutungen kann es zu einer Eisenmangelanämie kommen. Symptome wie Müdigkeit, Blässe und Schwindel können auf diese Erkrankungen hinweisen. In diesem Falle sollte der Arzt ausgesucht werden.