Dienstag, 3. Mšrz 2015

Hausmittel und Tees von A bis Z: Erkältung, Erschöpfung, Fieber, Fußgeruch

September 7, 2011 by  
Filed under Allgemein, Hausmittel und Tees

ERK√ĄLTUNG ‚Äď Erk√§ltungsbad, Dampfbad, Vitamin C, Nasendusche, viel Trinken, Tees

Im Durchschnitt macht ein Erwachsener eine Erk√§ltung 2-bis 3-mal im Jahr durch, Kinder sogar 6-bis 7-mal. Wenn es einen erwischt, dann ab ins Bett und gut die Erk√§ltung auskurieren. Das ist wichtig, denn durch die eingedrungenen Erk√§ltungsviren wird unser K√∂rper sehr geschw√§cht und die Gefahr zu Zweitinfektionen steigt. Bei einem schwereren Krankheitsverlauf, wenn die Behandlungsma√ünahmen nach drei bis vier Tagen noch keine Besserung gebracht hat, Schmerzen und Fieber sowie ein Auswurf gelben Schleims (Anzeichen f√ľr eine bakterielle Entz√ľndung) hin zukommen, dann sollten Sie umgehend einen Arzt anrufen.

  • Erk√§ltungsbad

In manchen F√§llen kann so ein Bad dem Ausbruch einer Erk√§ltung entgegenwirken. Es gibt verschiedene Badezus√§tze mit √§therischen √Ėlen. Die Wirkstoffe k√∂nnen √ľber die Haut ins Blut aufgenommen werden oder die D√§mpfe werden eingeatmet.

  • Dampfbad

Zus√§tze in Form von √§therischen √Ėlen: Kamille, Salbei, Thymian, Eukalyptus.

Sie wirken entz√ľndungshemmend und schleimverfl√ľssigend. Die Durchblutung der Schleimh√§ute wird durch die warmen D√§mpfe angeregt. Viele Hustenbalsame enthalten diese Inhaltsstoffe und k√∂nnen neben der Anwendung auf der Brust auch ins Wasser gegeben werden.

Kräuterdampfbad:

Aus je einem Essl√∂ffel: Kamillenbl√ľten, Thymiankraut, Salbei-und Pfefferminzbl√§tter

Mit hei√üem Wasser aufgie√üen, etwas abk√ľhlen lassen, gro√ües Handtuch √ľber Kopf und Sch√ľssel breiten, kopf √ľberbeugen und inhalieren.

  • Vitamin C

Vitamin C stärkt nachweislich die Abwehrkräfte und ist besonders während einer Erkältungsphase sehr wichtig. In der Apotheke kann man Vitamin C in Form eines Pulvers bekommen. Empfohlen wird eine tägliche Zufuhr von 100 mg.

  • Nasendusche

Ziel dieser Behandlung ist die Schleimverfl√ľssigung. Nasenduschen und Salz zur Zubereitung einer Salzl√∂sung erhalten Sie in der Apotheke.

  • Viel Trinken

Eine hohe Fl√ľssigkeitszufuhr verd√ľnnt z√§hen Schleim, sodass er besser ausgeschn√§uzt bzw. abgehustet werden kann. Trinken Sie t√§glich 2 bis 3 Liter Wasser, Tee oder Vitamins√§fte w√§hrend Ihrer Erk√§ltungszeit.

  • Erk√§ltungstee

Mischung: Holunderbl√ľten, Lindenbl√ľten,¬† Fenchelfr√ľchte,¬† Hagebutten

Holunder- und Lindenbl√ľten bewirken ein vermehrtes Schwitzen, sodass die K√∂rpertemperatur sinken kann. Fenchel l√∂st das Bronchialsekret, damit ist das Abhusten erleichtert.

Anwendung: 1 gehäufter Teelöffel, Aufguss mit kochendem Wasser, 10 Minuten ziehen, Abseihen, zweimal pro Tag eine Tasse

  • Hustenl√∂sender Tee

Mischung: Efeubl√§tter, Thymiankraut, Primelwurzel, S√ľ√üholzwurzel

Durch die Inhaltsstoffe Primel, Efeu und Thymian wird festsitzendes Sekret gelockert, verfl√ľssigt und l√§sst sich dann besser abhusten. Die S√ľ√üholzwurzel wirkt dabei unterst√ľtzend auf diesen Prozess. Auch soll diese antibakteriell und antiviral wirken.

Anwendung: zwei Teel√∂ffel mit kochendem Wasser √ľbergie√üen, 10 min ziehen lassen, mehrmals t√§glich eine Tasse

  • Hustenstillender Tee

Mischung: Isl√§ndisch Moos, Eibischwurzel, Malvenbl√ľten, Fenchelfr√ľchte

Diese Pflanzenmischung lindert den Hustenreiz und die enthaltenen Schleimstoffe  legen sich wohltuend auf die gereizte Bronchialmuskulatur. Der Fenchelzusatz wirkt antibakteriell und entkrampft die Atemmuskulatur.

Anwendung: zwei Teel√∂ffel, kaltes Wasser √ľbergie√üen, 1 Stunde ziehen lassen, Abseihen, auf Trinktemperatur erw√§rmen, zwei bis drei Tassen am Tag, eine kurz vor dem Zubettgehen

ERSCH√ĖPFUNG- Fitness-Tee und Fr√ľchtemix

Schon seit Jahrhunderten sch√§tzt man in Asien den Gr√ľnen Tee wegen seinen anregenden und belebenden Eigenschaften.¬† Auch Cholesterinsenkende und Blutdruck regulierende Wirkungen werden ihm nachgesagt.

  • Fitness-Tee

Mischung: Gr√ľntee, Pfefferminzbl√§tter, Limettensaft, Honig (zum S√ľ√üen)

Anwendung: (pro Kanne) drei bis vier Teel√∂ffel, hei√ües Wasser √ľbergie√üe, ersten Aufguss verwerfen und erneut Aufgie√üen, 2-3 Min. ziehen lassen

  • Fr√ľchtemix f√ľr hei√üe Tage

Mischung: Hagebuttenschalen, Hibiskusbl√ľten, Orangenschalen, Pfefferminzbl√§tter,¬† Brombeerbl√§tter, Orangensaft

Anwendung: drei bis f√ľnf Essl√∂ffel, hei√ües Wasser, 10 Min. ziehen lassen

FIEBER ‚Äď Ruhe, Wadenwickel, Waschung mit Zitrone, schei√ütreibender Tee

Viele der krankmachenden Bakterien und Viren sondern im K√∂rper bestimmte Stoffwechselprodukte ab, die Fieber ausl√∂sen k√∂nnen. Fieber ist zu Beginn eine wichtige Abwehrreaktion des K√∂rpers, denn einige der Keime k√∂nnen sich bei erh√∂hter K√∂rpertemperatur nur noch langsam oder gar nicht vermehren. Auch beschleunigt das Fieber den Stoffwechsel, was die Abwehrkr√§fte unterst√ľtzen soll. Doch besonders hohes Fieber stellt f√ľr den K√∂rper eine schwere Belastung dar. Fiebersch√ľbe √ľber 41¬įC sind sogar lebensgef√§hrlich, weil dann k√∂rpereigene Strukturen zerst√∂rt werden.

Leiden S√§uglinge und Kinder an Fieber, dann sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Ziehen Sie als Jugendlicher oder Erwachsener auch einen Arzt zu Rate, wenn das Fieber l√§nger als 24 h anh√§lt oder Temperaturen √ľber 39,5¬įC erreicht werden.

  • Ruhe

Schonen Sie Ihren Körper. Halten Sie unbedingt Bettruhe.

  • Wadenwickel

K√ľhle Wadenwickel sind bei Temperaturen √ľber 39¬įC ein einfaches Mittel dem K√∂rper W√§rme zu entziehen und das Fieber zu senken. Befeuchten Sie dazu Baumwollt√ľcher mit kaltem (15-20¬įC) Wasser und wickeln Sie die locker um die Waden. Da herum k√∂nnen noch trockene T√ľcher gelegt werden. Wenn sich die Wickel erw√§rmt haben, meist in 20 bis 30 Minuten, k√∂nnen diese abgenommen oder nochmals erfrischt werden.

  • Waschung mit Zitrone

F√ľllen Sie hierf√ľr eine Wanne mit ungef√§hr 5 Litern k√ľhlem Wasser und versetzen Sie dieses mit dem Saft einer Zitrone. Mit diesem Wassergemisch kann der Fiebernde abgewaschen werden. Achten Sie aber darauf, dass der Patient nicht friert und decken Sie die behandelten K√∂rperteile gleich wieder ab.

  • Schwei√ütreibender Tee = Erk√§ltungstee

Mischung: Holunderbl√ľten, Lindenbl√ľten,¬† Fenchelfr√ľchte,¬† Hagebutten

Holunder- und Lindenbl√ľten bewirken ein vermehrtes Schwitzen, sodass die K√∂rpertemperatur sinken kann. Fenchel l√∂st das Bronchialsekret, damit ist das Abhusten erleichtert.

Anwendung: 1 gehäufter Teelöffel, Aufguss mit kochendem Wasser, 10 Minuten ziehen, Abseihen, zweimal pro Tag eine Tasse

FU√üGERUCH- nat√ľrliche Materialien, Fu√übad, schwei√ühemmender Tee

Fu√ügeruch entsteht, wenn der Fu√üschwei√ü von Bakterien zersetzt wird und dabei √ľbel riechende Spaltprodukte freiwerden.

  • Nat√ľrliche Materialien

H√§ufigste Ursachen f√ľr die Entstehung von Fu√ügeruch sind synthetische Str√ľmpfe und luftundurchl√§ssige Schuhe, in denen die F√ľ√üe schnell schwitzen. Sehr fu√üfreundlich sind nat√ľrliche Materialien, Lederschuhe und Baumwollstr√ľmpfe, wegen ihren atmungsaktiven und Schwei√ü aufsaugenden Eigenschaften.

  • Fu√übad mit Eichenrinde oder Salbei

Aufguss von 25 g Eichenrinde (aus der Apotheke) oder 100 g Salbeibl√§tter mit 5 Litern Wasser. Die Eichenrindenaufguss wird abgedeckt 15-20 Minuten gekocht, danach Abseihen und kurz zum Abk√ľhlen (rund 35¬įC) stehen gelassen. Die Salbeibl√§tter werden mit kochendem Wasser √ľbergossen. 10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen.

Baden Sie ihre F√ľ√üe zweimal t√§glich 15-20 Minuten, aber die Anwendung nicht l√§nger als 2 Wochen durchf√ľhren.

  • Schwei√ühemmender Tee

Mischung: Salbeiblätter, Melissenblätter

Der Salbei wirkt hemmend auf die Sekretion der Schwei√üdr√ľsen.

Anwendung: zwei Teel√∂ffel, mit siedendem Wasser √ľbergie√üen, 10 Minuten ziehen lassen, drei-bis viermal am Tag eine Tasse trinken

Die Hausapotheke: Checkliste, Aufbewahrung und Pflege

April 9, 2011 by  
Filed under Allgemein, Hausapotheke

Gut ist es f√ľr eventuelle Notf√§lle immer was im Haus zu haben, doch so ungern man an Unf√§lle oder Krankheiten denkt, so wenig ist man oft vorbereitet. Erst wenn der Ernstfall eintritt, merken wir, was uns an notwendigen Hilfsmitteln fehlt oder das manche auch nur in einem unbrauchbaren Zustand sind. Und selbst wenn die Hausapotheke gut ausgestattet ist, besteht schnell Ratlosigkeit in der richtigen Anwendung. Sobald Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Hausarzt oder verst√§ndigen Sie einen Notarzt.

Im Folgenden soll Ihnen geholfen werden, Ihre Hausapotheke auf wichtige Medikamente und Hilfsmittel hin zu pr√ľfen.¬† Auch geben wir Ihnen Tipps, wie Sie sich im Ernstfall richtig verhalten.

Ziel der Hausapotheke:

Die Hausapotheke soll so angelegt sein, dass man darin Hilfe f√ľr die verschiedenen kleinen Missgeschicke des Lebens findet. Nicht jede geringe Verstimmung der Gesundheit oder jeder kleine Schnitt in den Finger bedarf √§rztlichen Rat. Es soll Ihnen auch erspart werden, bei jeder Kleinigkeit zur Apotheke gehen zu m√ľssen.

Was gehört zur Basisausstattung:

  • Fieberthermometer
  • Zeckenpinzette
  • Schmerz-und Fiebermittel:
    • acetylsalicyls√§urehaltig:¬† gegen Fieber, Schmerzen, Entz√ľndungen
    • alternativ: Ibuprofen
    • paracetamolhaltig: nur gegen Fieber und Schmerzen (auch f√ľr Schwangere und Kinder in Ma√üen geeignet)
  • Mittel gegen Verstopfung / Durchfall
  • Mittel gegen √úbelkeit / Erbrechen
  • Mittel gegen Halsschmerzen und Husten: Halstabletten, Gurgell√∂sungen, Hustenl√∂ser oder -stiller
  • Nasentropfen, Nasenspray
  • Gel gegen Insektenstiche, Sonnenbrand
  • Salbe / Gel gegen Bluterg√ľsse, Verstauchungen, Prellungen
  • Wund- und Heilsalbe
  • Brand- und Wundgel
  • Wunddesinfektionsspray
  • leichtes Schlaf- und Beruhigungsmittel
  • K√ľhlkissen
  • Mittel gegen Vergiftungen: Aktivkohle, Entsch√§umer
  • Verbandsmittel: Pflaster, Wundverband, sterile Tupfer und Kompressen, Fixierbinden, Fixierpflaster, Pinzette, Einmalhandschuhe
Weitere Medikamente:

  • Augentropfen ( bei Bindehautreizungen, trockene Augen)
  • Mittel gegen Lippenherpes
  • Mittel gegen Verspannungen
  • Mittel gegen Sodbrennen

Sie k√∂nnen Ihre Hausapotheke nat√ľrlich auch mit naturheilkundlichen und hom√∂opathischen Substanzen best√ľcken.

Bei der Behandlung von Kindern sollten Sie streng auf altersgerechte Produkte und Dosierungen achten.

Bei Fragen zur Zusammenstellung Ihrer Hausapotheke und Anwendung der verschiedenen Heilmittel wird Ihnen Ihre Apotheke gern weiterhelfen.

Nat√ľrlich k√∂nnen Sie auch auf haushalts√ľbliche Produkte zur√ľckgreifen. Zum Beispiel hat sich ein Zwiebels√§ckchen als Mittel gegen Ohrenschmerzen bei Kindern sehr bew√§hrt. Hacken Sie dazu eine Zwiebel klein und wickeln Sie diese in ein Tuch bzw. Taschentuch. Schn√ľren Sie das Tuch mittels eines Schals auf dem Ohr fest und lassen Sie es f√ľr etwa eine halben Stunde wirken.

Ein weiteres gern genutztes Hausmittel zur Behandlung von Fieber sind die Wadenwickel. Zwei in kaltes Wasser getauchte T√ľcher werden um die beiden Waden geschlungen und mit trockenen Handt√ľchern einzeln eingepackt. In Ihrer Apotheke k√∂nnen Sie spezielle T√ľcher f√ľr Wadenwickel erhalten.

Aufbewahrung der Hausapotheke

Die Lagerbedingungen f√ľr Arzneimittel und Verbandsstoffe sollten trocken und k√ľhl sein, m√∂glichst unter 20¬įC. Bei Abweichungen kann es zu einem vorzeitigen Verlust der Wirksamkeit der Mittel kommen. Daher sind Bad oder K√ľche ungeeignet, da hier oft hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit auftreten k√∂nnen. M√∂gliche Standorte sind zum Beispiel das Schlafzimmer oder die Diele.

Ihre Hausapotheke sollte f√ľr Sie gut zug√§nglich sein, aber unerreichbar f√ľr Kinder aufbewahrt werden. Falls Sie den Medikamentenschrank¬† verschlie√üen wollen, dann achten Sie darauf, dass der Schl√ľssel im Notfall immer sofort zur Verf√ľgung steht. Statt einem Schrank sind auch Containersysteme zur Aufbewahrung geeignet. Neben einer √ľbersichtlichen Lagerung und Pflegeleichtigkeit haben die tragbaren Beh√§ltnisse den Vorteil, direkt an den Unfallort mitgenommen zu werden. Sie k√∂nnen diese in unterschiedlichen Farben und Gr√∂√üen in Ihrer Apotheke erhalten.

Pflege der Hausapotheke

Bewahren Sie die Mittel immer zusammen mit dem Beipackzettel¬† und in dem Au√üenkarton auf. Der Beipackzettel ist wichtig, damit Sie sich jeder Zeit die Anwendungsbereiche und Dosierungen informieren k√∂nnen. Auf dem Au√üenkarton ist zumeist das Verfallsdatum zu finden. Wenn nicht, dann notieren Sie beim Kauf des Medikaments das entsprechende Datum auf die Verpackung. Aber beachten Sie, dass die Verfallsdaten nur f√ľr die nicht angebrochene Packung gelten. Bestimmte Medikamente, wie Augentropfen, d√ľrfen nach Anbruch nicht l√§nger als wenige Wochen angewendet werden. Damit ist es wichtig, dass Sie sich auch das Datum des Anbruchs mit auf dem Karton vermerken.¬† Benutzt Ihre ganze Familie die Hausapotheke, dann kann es hilfreich sein, die Arzneimittel der einzelnen Familienmitglieder zum Beispiel mit verschieden farbigen Klebestreifen zu kennzeichnen.

Wenn Medikamente und andere Hilfsmittel verbraucht worden sind, sollten Sie diese schnellstm√∂glich ersetzen. Tuben und Flaschen sollten Sie nach dem Gebrauch sorgf√§ltig wieder schlie√üen. √úberpr√ľfen Sie zudem zweimal im Jahr die Verfallsdaten und den Zustand der noch lagerungsf√§higen Arzneimittel. Sie k√∂nnen sich jederzeit √ľber einen sinnvollen Austausch oder Erg√§nzung an Mitteln in Ihrer Apotheke beraten lassen.

Aussortierung

  • Reste verschreibungspflichtiger Medikamente sollten nach Beendigung der Therapie verworfen werden.
  • Sortieren Sie ranzig riechende, verf√§rbte oder anderweitig ver√§nderte Cremes und Salben aus.
  • Verschimmelte oder in der Konsistenz ver√§nderte Gele geh√∂ren in den M√ľll.
  • Wenn S√§fte oder Sirupe g√§ren oder Gase gebildet haben m√ľssen diese entsorgt werden.
  • Auch L√∂sungen und¬† Tropfen verwerfen, sobald sich Flocken, Kristalle, Gase oder verschiedenen Fl√ľssigkeitsschichten gebildet haben.
  • Verf√§rbte, zerfallene oder br√ľchige Tabletten wegwerfen.
  • Dragees entsorgen, wenn sie Risse, Verf√§rbungen zeigen oder aufgeplatzt sind.
  • Z√§pfchen, die verf√§rbt, br√ľchig, verh√§rtet oder verformt sind, sind zu entsorgen.

Entfernen Sie alle Arzneimittel, sobald sie sich in irgendeiner Weise ver√§ndert haben. Auch Verbandsmaterialien k√∂nnen im Laufe der Zeit ihre Funktionst√ľchtigkeit verlieren. Wenn Ihnen Flecken, besch√§digte Verpackungen oder ver√§nderte Kleber auffallen, dann sind diese ebenfalls auszusortieren.

Die Verbandsmaterialien und in kleinen Mengen auch die verfallenen Arzneimittel k√∂nnen Sie im Hausm√ľll entsorgen. Achten Sie aber darauf, dass die Medikamente in dem Abfall f√ľr Kinder nicht zug√§nglich sind.

Richtiger Einsatz der Hausapotheke

Um im Bedarfsfall das richtige Medikament zu nutzen, ist es wichtig, vorerst den Beipackzettel zu lesen und sich √ľber die Anwendungsgebiete zu informieren. Im Zweifelsfall kann Ihnen auch Ihre Apotheke behilflich sein. Auf dem Beipackzettel finden Sie auch wichtige Dosierungshinweise, die Sie genau beachten sollten, denn eine Unterdosierung f√ľhrt im Allgemeinen zu einer verminderten Wirksamkeit und bei einer √úberdosierung droht eine Vergiftung. Auch die Angaben zur Art der Anwendung sollten Sie befolgen. Wenn gleichzeitig mehrere Medikamente eingenommen werden m√ľssen, pr√ľfen Sie die gegenseitige Vertr√§glichkeit der Mittel. Bei Auftreten unerw√ľnschten Begleiterscheinungen setzen Sie bitte das selbstverordnete Medikament ab. Treten Nebenwirkungen bei den √§rztlich verordneten Medikamenten auf, dann informieren Sie Ihren behandelnden Arzt.

Kinderkrankheiten: Allgemein

M√§rz 24, 2011 by  
Filed under Allgemein, Krankheiten, Medizin

Unsere Kinder machen eine ganze Reihe von ‚ÄěKinderkrankheiten‚Äú in ihrer Entwicklung durch.¬† Auch wenn es f√ľr die Eltern und Kinder l√§stig ist, geh√∂rt es mit dazu.¬† Wenn man jedoch etwas dar√ľber Bescheid wei√ü, dann kann man schnell auf die ersten Symptome richtig reagieren, was den Krankheitsverlauf durchaus erleichtern kann.

Fieber

Fieber gilt als Leitsymptom bei den kindlichen Erkrankungen.¬† Der junge Organismus des Kindes muss sich in den ersten Jahren mit einer Vielzahl von Krankheitserregern auseinandersetzen, was mit einer mehr oder weniger heftigen Reaktion passiert. Die erh√∂hte K√∂rpertemperatur ist Ausdruck einer gesteigerten Abwehraktivit√§t.¬† Besonders gegen die Viren ist Fieber ein wichtiges Kampfmittel. Deshalb sollte nicht jede Temperaturerh√∂hung mit fiebersenkenden Mitteln behandelt werden. Jedoch bei sehr jungen Kindern kann aber auch das Fieber selbst zu einer Bedrohung werden. Als Orientierung f√ľr die Eltern gilt die 38,5¬įC ‚Äď Grenze, dar√ľber hinaus sollten Gegenma√ünahmen erfolgen, da das Allgemeinbefinden bei diesen hohen Temperaturen deutlich beeintr√§chtigt ist.

Zunächst sollten nichtmedikamentöse Möglichkeiten genutzt werden:

- Viel trinken, aber kohlensäurefrei,

- Hitzestauungen sollen vermeiden, decken Sie ihr Kind zum Beispiel auf,

- zusätzlich kann das Kind sich teilweise Entkleiden,

- k√ľhlende Waden- oder Brustwickel sind ebenfalls m√∂glich.

Doch Vorsicht: Wenden Sie die k√ľhlenden Ma√ünahmen nur in der ‚ÄěSchwitzphase‚Äú an, bei¬† dem anf√§nglichen Fieberanstieg fr√∂steln die Kinder, dann f√ľhren Sie eher W√§rme zu.

Bei sehr hohem Fieber, √ľber 40¬įC,¬† kann auch ein Abk√ľhlungsbad hilfreich sein. Zu Beginn sollte die Wassertemperatur 3¬įC unter der K√∂rpertemperatur liegen, nach der Gew√∂hnung kann k√§lteres Wasser zugef√ľhrt werden, bis 30¬įC erreicht sind. Das Kind verbleibt dann etwa 10 min. im Wasser . Das Bad kann gegebenenfalls auch wiederholt werden.¬† Wenn das Kind jedoch fr√∂stelt, G√§nsehaut oder blaue Lippen hat, sollten Sie das Bad sofort abbrechen.

Weiterhin können auch fiebersenkende Medikamente Anwendung finden, da sie zusätzlich eine schmerzlindernde Wirkung haben.  Ein bewertes Mittel ist Paracetamol, jedoch wurde es in der letzten Zeit durch Ibuprofen verdrängt, da die Kindersaftzubereitungen damit deutlich besser schmecken. Dagegen ungeeignet sind Acetylsalicylsäurepräparate, da gefährliche Überempfindlichkeiten gegen diese Mittel auftreten können. Lassen Sie sich in diesen Fällen in Ihrer Apotheke beraten.

Ursachen von Fieber: Fieber kann vielf√§ltig verursacht werden. Wichtig jedoch ist, dass einige bedrohliche Kinderkrankheiten auch ohne Fieber einhergehen k√∂nnen. Ansonsten sind fieberhafte Erkrankungen, der sogenannte fieberhafte Infekt, am h√§ufigsten und wird als Sammelbegriff f√ľr eine ganze Reihe von Viruserkrankungen gebraucht.¬† Verl√§uft die Krankheit leicht und komplikationslos, dann heilen sie in der Regel ohne besondere Gegenma√ünahmen aus. Doch h√§ufig treten zus√§tzlich Bronchitis oder eine Mittelohentz√ľndung auf. Sie werden durch Ohrenschmerzen, anhaltenden Husten und erneut ansteigender Temperaturen deutlich.

Speziell in Kindereinrichtungen kommt es zu einer schnellen Verbreitung der Krankheitserreger und sorgt daf√ľr, dass die Kinder in den ersten Lebensjahren h√§ufig erkranken. Diese Infektanf√§lligkeit geht nach Vollendung des dritten Lebensjahres zur√ľck, da sich das Immunsystem dann stabilisiert hat.

Die Anwendung von Antibiotika ist umstritten. Leichte und komplikationslose Virusinfekte brauchen keine Antibiotikabehandlung. Zudem Bek√§mpfen die Antibiotika auch keine Viren. Dagegen kein ein Ausbleiben der Behandlung bei bakteriellen Infektionen wie Scharlach zu schweren Folgesch√§den f√ľhren. Die Einnahme dieser Medikamente sollte dann auch nur auf √§rztlichen Rat hin erfolgen.

Bauchschmerzen und Erbrechen

Bachschmerzen sind neben Fieber zu den h√§ufigsten Krankheitssymptomen und sollen auch in jedem Fall durch einen Arzt untersucht und abgekl√§rt werden. Schon in den ersten Lebensmonaten sind oft Unruhezust√§nde und eine gespannte Bauchdecke zu beobachten, was unter dem Begriff ‚ÄěDrei-Monats-Koliken‚Äú zusammengefasst ist. Es wird vermutet, dass diese auf Luftansammlungen nach der Nahrungsaufnahme zur√ľckzuf√ľhren sind. Daher wird empfohlen, unn√∂tige Schaumbildungen durch starkes Sch√ľtteln der Flaschennahrung zu vermeiden.

Die Gefahr einer ernsteren Erkrankung besteht bei folgenden zusätzlichen Symptomen:

- hohes Fieber, √ľber 38¬įC

- mehrmaliges, starkes Erbrechen

- Appetitlosigkeit und Verweigerung der Nahrung

- ununterbrochenes Schreien

- wenn die Ruheatmung erschwert ist

- Asymmetrien in der Bauchregion, zum Beispiel einseitige Vorwölbungen

- wenn ihr Kind √ľber einen l√§ngeren Zeitraum nicht an Gewicht zugenommen hat

Erbrechen hat auch unterschiedliche Ursachen.  Es kann als Begleiterscheinung einer akuten Infektion, einer Magen-Darmerkrankung, als Folge von Erkrankungen des Gehirns oder der Hirnhäute, bei Stoffwechselerkrankungen oder Vergiftungen mit Pflanzen oder Pilzen beispielsweise auftreten.

Die häufigste Erkrankung mit Bauchschmerzen ist der akute Magendarmkatarrh, der mit Erbrechen und Durchfall einher geht. Er kann in jeder Altersgruppe auftreten. Ursachen können einerseits einfache Kostfehler sein, andererseits steht er auch mit bakteriellen oder viralen Infektionen im Zusammenhang. Im Vordergrund der Behandlung steht der Ausgleich eventueller Wasser- und Mineralienverluste und mit der anschließenden Diät kann eine Heilung ohne Medikamente erfolgen.

Eine weitere Erkrankung, die √ľberwiegend die Knaben bef√§llt, ist der Magenpf√∂rtnerkrampf. Dabei wird alle Nahrung erbrochen. Er wird durch eine Verkrampfung und Verdickung des Magenschlie√ümuskels verursacht, wobei die Enstehung dieser St√∂rung noch weitestgehend ungekl√§rt ist. Diagnostiziert wird die Erkrankung durch eine Ultraschalluntersuchung. Eine endg√ľltige Heilung ist durch eine wenig belastende Operation zu schaffen.

Leistenbr√ľche sind ebenfalls bei jungen Kindern zu beobachten, die einer schnellen √§rztlichen Hilfe bed√ľrfen. Im Gegensatz dazu laufen Nabelbr√ľche meist komplikationslos. Es kann jeweils zu Einklemmungen von Darmschlingen kommen.

Die sogenannte Hodentorsion, die durch eine Drehung des Hodens am Gef√§√üstiel eine akute Durchblutungsst√∂rung zur Folge hat, f√ľhrt zu einer Hodenschwellung und starken Schmerzen und sollte sofort operativ behandelt werden.

Schmerzen im rechten Unterbauch sind typisch f√ľr Blinddarmentz√ľndungen. Sie treten vermehrt ab dem Schulalter auf.

Dagegen ist es f√ľr Harnwegsinfektionen typisch keine Schmerzen auszustrahlen. Einzige Anzeichen k√∂nnen vermehrtes Wasserlassen mit eventuellen Blasenschmerzen oder erneutes Einn√§ssen sein.

Wenn zus√§tzlich Fieber und R√ľckenschmerzen auftreten und zudem¬† das Allgemeinbefinden stark beeintr√§chtig ist, deutet das auf eine Beteiligung der Nieren hin. Diagnostisch sollten dann Urin- und Ultraschalluntersuchungen folgen und darauf hin kann ein gezielter Behandlungsplan erstellt werden. Unerkannte Harn-und Nierenerkrankungen aus der Kindheit k√∂nnen Grund f√ľr chronisches Nierversagen im Erwachsenenalter sein. Bei den Untersuchungen werden nicht selten auch vorerst unerkannte Fehlbildungen entdeckt.