Allergie

Wie schön kann es sein an einem sonnigen Tag über blühende Wiesen zu streifen? Doch was für die einen ein Hochgenuss ist, kann für andere, die unter Heuschnupfen leiden, also auf Gräserpollen allergisch reagieren, zu einer reinen Qual werden. Ihre Augen tränen, die Nase ist verschnupft und in schlimmeren Fällen kann es zu einem allergischen Asthmaanfall mit Atemnot kommen.

Allgemeines

Unser Immunsystem kann unter eigenen und fremden Stoffen unterscheiden. Körperfremde Stoffe lösen eine Abwehrreaktion aus, die zu einer Antikörperbildung führt. Bei einer Allergie ist diese an sich natürliche Reaktion jedoch enorm verstärkt, regelrecht überschießend. Die allergieauslösenden Substanzen sind meist Eiweißstoffe aus der Umgebung. Gelangen diese in den Körper werden die sogenannten Lymphozyten (weiße Blutkörperchen) angeregt, IgE-Antikörper zu bilden. Diese heften sich dann an Mastzellen. Kommt später der Körper erneut mit dem Allergen in Kontakt, so werden von den Mastzellen Botenstoffe ausgeschüttet, die für die nachfolgende allergische Reaktion verantwortlich sind. Wenn sich die Allergie erst einmal entwickelt hat, wird das Allergen, sobald man mit ihm in Kontakt kommt, diese überschießende Abwehrreaktion meist schon in wenigen Minuten in Gang setzen. Und dabei reicht schon kleinste Menge des entsprechenden Stoffes aus. Bei der allergischen Sofortreaktion treten die ersten Symptome schon nach wenigen Minuten auf, dagegen bei der allergischen Spätreaktion erst nach einigen Stunden.

Es ist zudem bewiesen, dass die erbliche Komponente eine wesentliche Rolle dabei spielt eine Allergie zu entwickeln. Wenn die beiden Elternteile Allergiker sind, besteht für das Kind ein 50%iges Risiko ebenfalls allergisch zu reagieren. Die Allergie tritt vorwiegend im Kindes- und Jugendalter auf und wird mit zunehmendem Alter seltener. Die allergische Veranlagung kann sich schon sehr früh im Kindesalter äußern, zum Beispiel in Form von Milchschorf oder eines allergischen Hautausschlages.

Es ist zudem eine Zunahme an Allergien in den westlichen Ländern festzustellen. Es leiden bis zu 20% der Bevölkerung unter allergischen Erkrankungen. Aber bis heute konnte noch nicht geklärt werden, warum die die Betroffenen auf so unterschiedliche Allergene so verschieden reagieren. Der eine hat Heuschnupfen, bei dem anderen lösen Erdbeeren einen Hautausschlag aus und ein Dritter entwickelt eine Darmerkrankung bei dem Verzehr von Milchprodukten.

betroffene Organe

In der Regel wird die allergische Reaktion in den Organen ausgelöst, wo das Allergen hin gekommen ist. Das sind meist die Schleimhäute von Augen und Nase. Bei Pollenkontakt reagieren sie mit den typischen „Heuschnupfen“-Symptomen. Die Haut kann bei direktem Kontakt mit einem Hautausschlag reagieren. Die Reizung der  Bronchialschleimhaut kann ein allergisches Asthma auslösen, aber nicht zu verwechseln mit der unspezifischen bronchialen Überempfindlichkeit. Hier handelt es sich um eine chronische Entzündung der bronchialen Schleimhaut und unspezifische Reize, wie Abgase, Rauch oder kalte Luft lösen daraufhin die Atemnot aus.  Nahrungsmittelallergien führen häufig zu Verdauungsstörungen mit Durchfall oder Blähungen.

Außerdem kann eine Allergie auch organübergreifende Symptome hervorrufen, wie Atembeschwerden bei einer Nahrungsmittelallergie.

Die Reaktion auf ein Allergen kann von einer lokal begrenzten leichten Schwellung der Schleimhäute bis hin zu einem lebensbedrohlichen Schockzustand des Herz-Kreislaufsystem ausgeprägt sein.