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Arteriosklerose

Die Arterien sind äußerst wichtig für den menschlichen Körper, denn sie versorgen den gesamten Organismus mit sauerstoffreichem Blut. Die Arterien sind muskulös und beweglich, problematisch wird es aber, wenn sich Sedimente (Plaques) an den Innenwänden der Arterien ablagern. Dies führt zu einer Gefäßverengung, die den Blutfluss gefährlich stört. Diesen Vorgang bezeichnen Mediziner als Arterienverkalkung oder Arteriosklerose.

Symptome: Die Arteriosklerose verursacht mehrere Jahre keine Beschwerden. Erst ab einem fortgeschrittenen Stadium macht sich die Arterienverkalkung bemerkbar und äußert sich mit Schmerzen und Empfindungsstörungen. Die Gefäßverengung kann sogar lebensgefährlich werden. Sind die Herzkranzgefäße verengt, kommt es oftmals zu einem Druckgefühl und Schmerzen hinter dem Brustbein (Angina pectoris). Infolge dessen können sogar Herzinfarkte ausgelöst werden. Dagegen können Durchblutungsstörungen zur geminderten Gedächtnisleistung, Schwindel und Verwirrtheit führen. Aber auch Schlaganfälle sind möglich. Sind die Gefäße in den Beinen betroffen, verursacht die Arteriosklerose starke Schmerzen beim Gehen und im fortgeschrittenen Stadium sogar im Ruhezustand.

Ursachen: Neben dem höheren Lebensalter und der erblichen Veranlagung können Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht, Rauchen und ein zu hoher Blutfettspiegel zur Gefäßverengung führen.

Die Apotheke hilft: In der Apotheke ist es möglich, den Blutdruck und Blutzucker zu messen. Oftmals können zudem die Blutfette kontrolliert werden. Für die Berechnung des Herzinfarktrisikos verwendet man PROCAM. Liegt das 10-Jahres-Risiko zwischen 10 und 20 Prozent, kann eine niedrig dosierte Acetylsalicylsäure vorbeugend eingenommen werden. Hilfreich sind zudem, Übergewicht zu vermeiden sowie mit dem Rauchen aufzuhören. Hierfür bietet die Apotheke ebenfalls geeignete Präparate. Antioxidative Vitamine können Stressfolgen vermeiden, die sich negativ auf die Gefäßverengung auswirken. Eine präventive Wirkung haben außerdem Omegafettsäuren, die vor allem in Fischöl enthalten sind. Vitamin B12 und Folsäure helfen gegen das Eiweiß Homozystein, das bei der Entstehung von Arteriosklerose eine Rolle spielt.

Was Sie noch tun können:

  • Stress und Übergewicht vermeiden

  • Verzicht auf Zigaretten

  • Diabetes, Bluthochdruck und hohe Blutfettwerte kontinuierlich vom Arzt behandeln lassen

  • Ungesundes, fettiges Essen vermeiden: Pommes Frites, Fertiggerichte, Chips und Nougat-Creme enthalten oftmals sogenannte Transfettsäuren, die (genau wie gesättigte Fettsäuren in Wurst- und Fleischprodukten) den Cholesterinspiegel erhöhen können. Stehen „gehärtete Fettsäuren“ weit vorne auf der Zutatenliste, kann dies ebenfalls bedeuten, dass das Produkt viele Transfettsäuren enthält

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Da die Arteriosklerose oft erst spät bemerkt wird, sollten Erwachsene ab 35 Jahren regelmäßig einen Gesundheits-Check durchführen lassen. Die engmaschigen Kontrolluntersuchungen sind vor allem bei erhöhter Krankheitsgefahr wichtig, wenn der Patient etwa raucht, Übergewicht hat oder unter Diabetes leidet.

Die Untersuchung beim Arzt umfasst die Kontrolle von Blutdruck und Blutwerte. Zudem werden die Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung wie Herzinfarkt geklärt. Falls der Patient bereits unter diversen Beschwerden leidet, sind weitere Untersuchungen nötig. Liegt eine Arteriosklerose vor, müssen die Fließeigenschaften des Blutes verbessert werden, um Gefäßverschlüsse zu vermeiden. Hierbei kann Acetylsalicylsäure in geringer Dosierung helfen.

Übrigens: Acetylsalicylsäure senkt nicht nur das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko, sondern wird auch als Schmerzmittel, zur Fiebersenkung und als Antirheumatikum verwendet. Untersuchungen an Mäusen haben ergeben, dass der Wirkstoff die Produktion des wichtigen HDL-Cholesterins erhöhen kann, das ein bedeutender Schutzfaktor bei Arteriosklerose ist, Es baut nämlich das schädliche LDL-Cholesterin ab, welches sich in den Blutgefäßen ausbreitet.

Bei Frauen werden die Symptome für einen drohenden Herzinfarkt oft erst viel später erkannt als bei Männern. Das liegt daran, dass bei Frauen die typischen Alarmsignale wie Schmerzen im Brustbereich oftmals nicht auftreten. Stattdessen leiden viele Frauen unter allgemeiner Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Übelkeit und Bauchschmerzen. Diese Symptome werden häufig falsch gedeutet und der Arztbesuch wird daher hinausgezögert.