Ihre freundliche Apotheke in Braunschweig!
0531 / 45306 • Casparistr. 5-6

Beschwerden in der Schwangerschaft

Kaum eine Schwangerschaft verläuft ganz ohne Beschwerden. Verschiedene Schwangerschaften werden oftmals von unterschiedlichen Beschwerden begleitet. Diese Veränderungen sind jedoch völlig normal. Im Folgenden sollen die häufigsten Leiden genannt werden:

Wassereinlagerungen: In vielen Schwangerschaften kommt es zu Wassereinlagerungen in Armen und Beinen, diese werden in der Fachsprache auch Ödeme genannt. Die Wassereinlagerungen verstärken sich oftmals in den warmen Sommermonaten. Treten die unangenehmen Ödeme in den Beinen und Knöcheln auf, hilft ein Wechsel zwischen Bewegung und Hochlagern der Beine. Stützstrümpfe sollten bei Krampfadern immer getragen werden und lindern gleichzeitig die Beschwerden bei Einlagerungen in den Beinen. Einige Schwangere glauben an die Wirkung eines Apfel-Reis-Tages, der medizinische Effekt konnte aber bisher noch nicht nachgewiesen werden. Eine Schwangerschaftsvergiftung liegt vermutlich erst dann vor, wenn sich gleichseitig die Blutdruckwerte erhöhen.

Brustspannen: Ein Spannungsgefühl in der Brust kommt bei Schwangeren häufig vor, vor allem zu Beginn der Schwangerschaft. Meistens ist hierfür die Milchproduktion verantwortlich. Das Brustspannen ist nicht weiter schlimm, Linderung verschaffen sogenannte Stilleinlagen.

Verstopfung: Durch die Schwangerschaftshormone werden häufig die Darmtätigkeiten verlangsamt, infolge dessen kommt es dann zu Verstopfungen. Deshalb sollten Schwangere viel trinken, optimal sind mindestens 2 bis 3 Liter am Tag. Da Ballaststoffe Verstopfungen begünstigen, sollten diese nur zugeführt werden, wenn gleichzeitig die Flüssigkeitsaufnahme erhöht wird. Medikamente sollten nur im Notfall eingenommen werden. Bei andauernder Verstopfung hilft oftmals ein Esslöffel Obstessig in einem Glas Wasser.

Sodbrennen: Viele Schwangere leiden unter Sodbrennen, da Schwangerschaftshormone eine Übersäuerung des Magens begünstigen. Folgende Maßnahmen können die Magenübersäuerung verhindern:

  • Mehrere kleine Mahlzeiten

  • Leicht verdauliche Nahrungsmittel

  • Gewürze weitgehend vermeiden

  • Genuss von Süßigkeiten, Kaffee, Tee, Fruchtsäfte und Nikotin einstellen

  • Verdauungsspaziergang

  • Ein Glas Milch trinken

  • Drei bis vier Mandeln essen

Gegen Sodbrennen am Morgen hilft trockenes Brot. Geeignete Hausmittel sind zudem Senf, warmes Wasser, Kartoffeln, rohe Karotten und Fencheltee. Verschaffen die Hausmittel keine Abhilfe, bietet die Apotheke säurebindende Medikamente, die von Schwangeren risikofrei eingenommen werden können, da sie nur dort wirken, wo sie sollen: im Verdauungstrakt.

Hämorrhoiden: Durch die Schwangerschaftshormone wird das Gewebe aufgelockert. Betroffen sind außerdem die Blutgefäße, so dass es in Schwangerschaften oft zu Hämorrhoiden kommt. Meistens reicht eine lokale Behandlung mit Hilfe einer speziellen Salbe aus. Nach der Entbindung bilden sich die Hämorrhoiden meistens wieder zurück, nur selten ist ein chirurgischer Eingriff nötig.

Krampfadern: Durch die Schwangerschaftshormone werden die Gefäße erweitert. Insbesondere die Venen sind betroffen, so dass dies zu unschönen Krampfadern (Varizen) führt. Persönlich angepasste Stützstrümpfe helfen allgemein sehr gut. Viele Hautärzte sind sich sogar einig, dass Schwangere generell diese Strümpfe tragen sollten. Einheitliche Konfektionsware dagegen sollte nicht getragen werden, sie führen oft zu zusätzlichen Beschwerden und passen häufig nicht richtig. Bei stark ausgeprägten Krampfadern kann der Arzt feststellen, ob die Einnahme von durchblutungsfördernden Medikamenten sinnvoll ist, um eine Blutgerinnselbildung zu verhindern.

Muskelkrämpfe: Muskelkrämpfe deuten auf Magnesiummangel hin. Mit Magnesiumpräparaten lässt sich schnelle Abhilfe verschaffen.

Rückenschmerzen: Durch die Auflockerung des Gewebes aufgrund der Schwangerschaftshormone werden bei einigen Schwangeren auch die Wirbelsäulenmuskulatur und die Knorpel beeinflusst. Infolge dessen kommt es häufig zu Rückenschmerzen. Zusätzlich wirkt sich die natürliche Gewichtszunahme negativ auf die Rückenmuskulatur aus, das ebenfalls die Schmerzen begünstigt. Sinnvoll hierbei sind lediglich lokale Therapiemaßnahmen wie Wärmeanwendung, körperliche Ruhe und eine harte Matratze. Werden die Rückenschmerzen von einem Kribbeln in den Armen oder Beinen begleitet, sollte dringend der Arzt aufgesucht werden.

Trockene Haut: Oft klagen Schwangere über trockene Haut. Diese sollte demnach regelmäßig mit feuchtigkeitsspendenen Cremes eingerieben werden. Vor Ultraschalluntersuchungen sollten die Cremes allerdings zwei bis drei Tage vorher nicht verwendet werden, da dies die Untersuchung stört.

Schwangerschaftsstreifen: Schwangerschaftsstreifen machen sich im Bauchbereich bemerkbar. Sie entstehen, da sich das Gewebe schnell dehnt. Verschiedene Produkte aus der Apotheke können die roten Streifen mildern,

Schlafstörungen: Vor allem am Ende der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Schlafstörungen. Verantwortlich ist hierfür oftmals der umfangreiche Schwangerschaftsbauch, der das Liegen unbequemer gestaltet. Zudem treten gehäuft Alpträume auf, die auf die Unsicherheit der Frau zurückzuführen sind – insbesondere bei der ersten Schwangerschaft. Gespräche mit dem Partner können diese Unsicherheiten lösen. Die Gefahr, dass das ungeborene Kind durch die Alpträume beeinflusst wird, besteht keinesfalls.

Sexualität: Sexuelle Aktivitäten sind in der Schwangerschaft grundsätzlich kein Problem. Einige Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Sexualität, bei anderen Frauen ist die Lust eher gemindert. Aufmerksamkeit und liebevolle Zärtlichkeiten wünschen fast alle Schwangere. Treten allerdings vorzeitige Wehen oder Blutungen auf, sollten Frauen zurückhaltend mit der Sexualität umgehen.