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Diabetes mellitus: Blutzuckerkontrolle

Blutzuckermessung

Der Blutzucker ist ständigen Schwankungen unterworfen. Jegliche Zufuhr von Nahrungsmitteln erhöht ihn, jede körperliche Aktivität senkt ihn. Ein Diabetiker, besonders wenn er insulinpflichtig ist, muss seinen Blutzuckerwert kennen, denn danach berechnet er seine Insulineinheiten.

Hilfreich sind die tragbaren Blutzuckermessgeräte. Nach einem Stich in die Fingerkuppel wird ein Teststreifen mit Blut benetzt und in das Gerät geschoben. Der Wert wird schon nach wenigen Sekunden angezeigt. Neuerkrankte Diabetiker werden ausgiebig geschult im Umgang mit Ihrer Erkrankung.

Doch im Laufe der Jahre können sich Fehler einschleichen. Zum Beispiel sollte der Bluttropfen nicht aus dem Finger gepresst werden, denn dadurch wird auch zusätzliche Gewebsflüssigkeit mit beigemengt, was das Blut verdünnt und den Blutzuckerwert niedriger erscheinen lässt. Auch sollte vor einer Messung eine Handreinigung (Hände waschen ist ausreichend) erfolgen. Wenn eine Desinfektion mit Alkohol durchgeführt worden ist, dann muss auf die vollständige Verdunstung des Alkohols geachtet werden.

Aufgrund der starken Schwankungen der Einzelmesswerte nutzt der Arzt zur Behandlungskontrolle einen Langzeitwert, den HbA1c-Wert, der die Blutzuckerkonzentration der vergangenen Wochen wiederspiegelt. Das ist der Anteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, der sich durch angelagerte Zuckermoleküle verändert hat. Je höher der Blutzucker in den letzten Wochen war desto höher fällt  auch der HbA1c-Wert aus. Der Wert sollte unter 7 % liegen. Auch andere Körperwerte wie Blutdruck und Blutfett sollten regelmäßig überprüft werden.

> Blutzucker-Normwerte: (Vollblut)

Nicht-Diabetiker

Nüchtern (vor dem Frühstück): unter 90 mg/dl

2 Stunden nach Nahrungsaufnahme: unter 140 mg/dl

Unbehandelter Diabetes

Nüchtern: über 110mg/dl

2 Stunden nach Nahrungsaufnahme: über 200 mg/dl