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Durchfall

Durchschnittlich hat jeder Mensch in Europa und in den USA einmal pro Jahr Durchfall. Etwa 10 Prozent der Genannten müssen eine medizinische Behandlung in Anspruch nehmen und weniger als ein Prozent muss sogar in die Klinik aufgrund der Durchfallerkrankung.

Symptome: Betroffene bemerken einen plötzlichen Stuhldrang, oft ist der Stuhl weich, in manchen Fällen breiig oder sehr flüssig. Ab und zu treten Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Fieber, Bauchschmerz oder -krämpfe und Kreislaufschwäche auf.

Ursachen: Durchfallerkrankungen sind oftmals auf Viren (zum Beispiel Rota- und Noroviren) zurückzuführen, aber auch Bakterien (zum Beispiel Salmonellen und E. coli) und Parasiten (zum Beispiel Würmer) kommen als Auslöser in Frage. Weitere verursachende Faktoren sind bestimmte Medikamente und Klimaumstellungen bei Reisen. Dauert der Durchfall länger an, kann dies auf bestimmte Erkrankungen hindeuten wie Morbus Crohn oder Schilddrüsenüberfunktion. Zudem ist es möglich, dass eine Lebensmittelunverträglichkeit vorliegt oder psychischer Stress den Durchfall auslöst. Vielen Menschen ist des weiteren nicht bekannt, dass auch Zuckeraustauschstoffe wie Sorbitol bei übermäßigem Verzehr Blähungen und Durchfall hervorrufen können.

Die Apotheke hilft: Der Wirkstoff Loperamid hemmt die Muskelaktivität des Darmes sowie die Flüssigkeitsabgabe in den Darm. In den meisten Fällen schlagen rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke schnell an. Hält der Durchfall nach zwei Tagen dennoch an, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.

Sinnvoll sind zudem Produkte mit Tanninalbuminat, medizinischer Kohle, gerbstoffhaltigen Präparaten (Blutwurz, Eichenrinde) und Pektin. Diese blockieren die Giftstoffaufnahme aus dem Darm bzw. binden die Flüssigkeit. Alternativ helfen Hefe wie Saccharomyces boulardii oder cerevisiae und Bakterien wie Lactobacillen oder abgetötete E. coli Bakterien – diese unterstützen die natürlichen Abwehrkräfte der Darmschleimhaut. Diese Medikation eignet sich vor allem bei Kindern oder bei Patienten, deren natürliche Bakteriensiedlung durch eine Antibiotikumtherapie im Darm angegriffen wird und dies den Durchfall verursacht. Eine beruhigende Wirkung auf den gesamten Magen-Darm-Trakt haben pflanzliche Produkte mit der afrikanischen Uzara-Wurzel.

Da der Körper in Folge der Durchfallerkrankung nicht nur viel Wasser sondern auch jede Menge wichtige Salze und Mineralien verliert, sollte neben der Behandlung mit Medikamenten zudem der Wasser- und Nährstoffhaushalt regeneriert werden. Hierfür eignen sich zum Beispiel Elektrolyt-Zubereitungen, die in Wasser oder Tee aufgelöst und anschließend getrunken werden.

Was Sie noch tun können:

  • Viel trinken! Wasser und Tees eignen sich gleichermaßen

  • Geriebener Apfel, getrocknete Heidelbeeren und Bananen wirken beruhigend auf den Magen

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Der Arzt wird versuchen, die Ursache der Durchfallerkrankung über ein Gespräch herauszufinden. Er wird sich erkundigen, ob Auslöser wie verdorbenes Essen, spezielle Medikamente oder eine Infektion in Frage kommt. Über Begleiterscheinungen wie Fieber und Bauchschmerzen sollte der Arzt in jedem Fall informiert werden.

Auch bei folgenden Erscheinungen sollte der Arzt aufgesucht werden:

  • Die Durchfallerkrankung bei Kindern und älteren Menschen hält länger als 24 Stunden an

  • Starker, anhaltender Durchfall

  • Beimengungen wie Blut oder Eiter im Stuhl

  • Hohes Fieber

  • Starker Flüssigkeitsverlust verbunden mit Kreislaufbeschwerden und Schwindel

Durchfall bei Kindern: Kinder mit leichten Magen-Darm-Infekten können mit einem Homöopathikum behandelt werden. Vor allem Okoubaka (Afrikanischer Rindenbaum) hat sich hierbei bewährt. Bei akutem Durchfall werden drei Globuli (Erwachsene fünf Globuli) pro Stunde in der Potenz D3 eingenommen werden. Am zweiten Tag reicht die Einnahme alle zwei Stunden aus. Ab den dritten Tag bis zur Genesung drei Mal am Tag einnehmen!

Übrigens: Cola sollte bei einer Durchfallerkrankung nicht getrunken werden, da der hohe Zuckeranteil des Getränkes dem Körper zusätzlich Wasser entzieht. Zudem regt das Koffein die Nierenfunktion an, hierbei entsteht schnell der Mangel an Kalium, der ohnehin bei einer Durchfallerkrankung oft auftritt. Kalium ist unter anderem für die Herzfunktion enorm wichtig.