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Erkältung

In den kalten Herbst- und Wintermonaten bleibt kaum ein Mensch über einen längeren Zeitraum vor Erkältungen verschont. Zwei bis fünf leichte Atemwegsinfektionen pro Jahr sind bei Erwachsenen völlig normal, bei Kindern sind es sogar bis zu acht Erkrankungen alljährlich. Man muss jedoch zwischen einer Erkältung und einer Virus-Grippe (saisonale Influenza) bzw. der Schweinegrippe unterscheiden.

Symptome: Schon an den Beschwerden lässt sich erkennen, ob es sich um eine einfache Erkältung, um eine virusbedingte Grippe oder die Schweinegrippe handelt.

Erkältung: Die einfache Erkältung beginnt schleichend, häufig wird sie von Muskel-, Rücken- und Gliederschmerzen begleitet. Wenn Fieber auftritt, steigt die Temperatur nicht auf über 39 Grad. Häufig kommt es zu Schnupfen und Halsschmerzen. Müdigkeit und ein allgemeines Krankheitsgefühl sind mäßig. Selten kommt es zu Kopfschmerzen und nur in wenigen Fällen kommt es zu Atemnot und Brustschmerz.

Grippe: Die Grippe beginnt ganz plötzlich, häufig kommt es Atemnot, Brust-, Kopf-, Muskel-, Rücken- und Gliederschmerzen. Oft steigt das Fieber auf über 39 Grad. Müdigkeit und ein allgemeines Krankheitsgefühl sind stark ausgeprägt. Dagegen wird die Grippe selten von Schnupfen und Halsschmerzen begleitet. Vor allem alte Menschen sollten sich gründlich vom Arzt untersuchen lassen, denn eine Grippe kann sich im höheren Alter schnell zu einer Lungenentzündung entwickeln.

Schweinegrippe: Die Schweinegrippe unterscheidet sich von den Beschwerden her kaum von der „normalen“ Grippe. Oft kommt es bei ihr aber zusätzlich zu Magen- und Darmproblemen. Das Fieber liegt etwa bei 38 bis 39 Grad. Bei der Schweinegrippe kann es zu Komplikationen in jedem Alter kommen.

Ursachen: Erkältungen entstehen aufgrund von Viren, die durch Tröpfchen beim Husten und Niesen oder Kontakt übertragen werden (Tröpfcheninfektion). Bekannt sind bisweilen mehrere Hundert Erreger, die zu leichten Atemwegserkrankungen führen. Viele von ihnen sind aus der Familie der Rhinoviren. Eine Grippe dagegen wird durch die sogenannten Influenzaviren ausgelöst. Auch diese Viren werden durch Tröpfchen und Kontakt mit erkrankten Menschen ausgetauscht.

Die Apotheke hilft: Schon bei den ersten Erkältungssymptomen können immunstimulierende Medikamente eingenommen werden, die das Immunsystem stärken. So regen beispielsweise Auszüge aus rotem Sonnenhut, Lebensbaum, wildem Indigo, Wasserhanf, Taigawurzel, Ginseng und südafrikanischer Kapland-Pelargonie die Abwehrkräfte an. Spezielle Kombinationspräparate lindern die Beschwerden einer ausgewachsenen Erkältung, indem sie schmerzmindern wirken, die Schleimhäute abschwellen lassen und das Fieber senken. Einige dieser Arzneimittel helfen außerdem gegen Husten. Alternativ bietet die Apotheke verschiedene Medikamente gegen Erkältungen. Ätherische Öle in Salben zum Einreiben oder in Erkältungsbädern befreien die Atemwege.

Was Sie noch tun können:

  • Sorgen Sie für ein gesundes Raumklima

  • Schon zu Beginn einer Erkältung sollten Sie sich ausruhen, Bettruhe ist nur bei grippalen Infekten nötig

  • Leichte und vitaminreiche Kost

  • Viel trinken!

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Schwangere, Säuglinge und ältere Patienten sollten schon zu Beginn einer Erkältung den Hausarzt aufsuchen. Bei Verdacht auf einen grippalen Infekt oder Schweinegrippe sowie bei folgenden Beschwerden sollte ebenfalls der Arzt zu Rate gezogen werden:

  • Wenn die Krankheitssymptome länger als eine Woche andauern

  • Bei Begleitbeschwerden wie Fieber, starken Kopf-, Hals- oder Brustschmerzen, Atemnot und/ oder

  • Wenn Erwachsene mehr als vier Mal im Jahr und Kleinkinder mehr als sechs Mal im Jahr erkranken

In erster Linie muss eine Influenza ausgeschlossen werden. Nach der eingehenden Anamnese (Gespräch über die Vorgeschichte der Krankheit) folgt die gründliche körperliche Untersuchung, hierbei ist besonders das Abhören der Lunge wichtig. Die Therapie einer Erkältung kann lediglich die Symptome lindern. Gegen die Grippe gibt es effektive Arzneimittel, die ein bestimmtes Enzym des Influenzavirus blockieren.

Übrigens: Kinder und Jugendliche erkranken am häufigsten an der Erkältung. Knapp 90 Prozent aller Kinder bis 17 Jahre hatten schon einmal in ihrem Leben einen Infekt. Kleinkinder erkranken ca. sechs bis acht Mal, Neunjährige ca. drei bis vier Mal und Zwölfjährige ca. ein bis zwei Mal im Jahr. Deshalb sollte dem Infekt dringend vorgebeugt werden.