Ihre freundliche Apotheke in Braunschweig!
0531 / 45306 • Casparistr. 5-6

Ernährung in der Schwangerschaft

Energiebedarf

Irrtümlicherweise denken viele Menschen, dass Schwangere „für zwei“ essen müssen. Tatsächlich ist der Energiebedarf nur etwas höher als bei nicht-schwangeren Frauen. Vermutlich liegt der zusätzliche Energiebedarf lediglich bei 100 kcal pro Tag, das entspricht einer halben Scheibe Vollkornbrot ohne Beilage. Erst in den letzten Schwangerschaftswochen steigt der Energiebedarf um etwa 300 kcal, also einer Scheibe Brot mit Käse belegt zum Beispiel. Demnach liegt der durchschnittliche Energiebedarf einer Schwangeren vorerst bei 2.000 bis 2.200 kcal und in den letzten Wochen bei 2.200 bis 2.500 kcal täglich. Geeignet sich kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Die Ernährung sollte zudem ausgewogen sein. Der Körper benötigt sowohl Kohlenhydrate (z. Bsp. Zucker, Brot, Kartoffeln, Reis) als auch Eiweiße (z. Bsp. Fleisch, Gemüse) und Fette (z. Bsp. Butter, Wurst). Etwa die Hälfte (50 Prozent) der Energiezufuhr sollte aus Kohlenhydraten bestehen. Der Fettanteil sollte nicht mehr als ein Drittel einnehmen. Der restliche Anteil (etwa 20 Prozent) sollte über Eiweiße zugeführt werden.

Ballaststoffe sind überwiegend unverdauliche Nahrungsbestandteile (Kohlenhydrate). Da die Ballaststoffe nicht im Darm zersetzt werden können, verzögern die den Verdauungsvorgang und erleichtern somit die Verdauung. Eine gesunde Ernährung besteht aus viel Getreideprodukten und Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchten sowie Obst. Wichtig sind zudem Milchprodukte, Fisch, Fleisch und Eier. Selbst Fette und Öle braucht der Körper, doch sollten diese nur in geringen Mengen zugeführt werden. Zudem sollten Schwangere darauf achten, ausreichend zu trinken. Ratsam sind mindesten zwei Liter Flüssigkeit pro Tag, geeignet sind kalorien- bzw. zuckerarme Getränke wie z. Bsp. Apfelschorle, Wasser und Früchtetee. Auf Cola, Fruchtsäfte und fertige Früchteteegetränke sollten Schwangere eher verzichten, da diese zu viel Zucker enthalten. Zucker sollte generell nur eingeschränkt zugeführt werden.

Vitamine und Mineralstoffe

Schwangere Frauen haben einen erhöhten Bedarf an Vitamine und Mineralstoffe. Der Calciumbedarf lässt sich ideal mit Milchprodukten decken, besonders geeignet sind Produkte mit möglichst wenig Fett. Allerdings wird der Bedarf an Mikronährstoffe wie Jod und Folsäure selten allein durch die Ernährung gestillt. Im Folgenden sollen die wichtigsten Nährstoffe genannt werden:

Jod

Die tägliche Kochsalzzufuhr sollte etwa 6 bis 8 Gramm betragen, diese Menge wird normalerweise mit der gewohnten Ernährung zugeführt. Mit der Hinzunahme von jodisiertem Speisesalz kann der Bedarf an Jod in der Schwangerschaft aber nicht vollständig gedeckt werden, deshalb kann eine zusätzliche Dosis von Jodid sinnvoll sein, vorausgesetzt dass keine Schilddrüsenerkrankung vorliegt.

Folsäure

Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben ein eindeutiges Ergebnis: mit der Zufuhr von Folsäure kann das Risiko gemindert werden, dass das Kind an einem Neuralrohrdefekt (unverschlossene Wirbelsäule) leidet. Schon in der Zeit vor der Schwangerschaft, sofern diese geplant ist, ist die Zufuhr von Folsäure sinnvoll, da die Gefahr eines Wirbelsäulenverschlusses bereits am 28. Tag nach der Befruchtung am höchsten ist.

Eisen

Da nicht nur die werdende Mutter Eisen benötigt, sondern auch das ungeborene Kind, um Blutfarbstoffe abzubauen, ist der Bedarf an Eisen während der Schwangerschaft erhöht. Die Zusätzliche Einnahme von Eisen sollte spätestens ab der zweiten Schwangerschaftshälfte erfolgen. Die Apotheke bietet sowohl Kombi-Präparate aus mehreren wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen, als auch spezielle, hoch dosierte Eisen-Präparate. Der Hb-Wert sollte nach Möglichkeit höher als 11 g/dl sein.

Die zehn Ernährungsregeln:

  1. Viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt

  2. Viele Getreideprodukte

  3. Mindestens 5 verschiedene Sorten Obst und Gemüse pro Tag

  4. Verzicht auf fettreiche Lebensmittel

  5. Zucker und Salz in Maßen

  6. Täglicher Genuss von Milch- und Milchprodukten: 1-2 Mal pro Woche Fisch, Fleisch und Wurstprodukte; Eier nur in Maßen essen

  7. Viel trinken

  8. Schonend und leicht zubereiten

  9. Mahlzeiten immer langsam essen

  10. Auf das Gewicht achten und für ausreichend Bewegung sorgen