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Genussmittel in der Schwangerschaft

Ein Beratungsgespräch in Bezug auf Genussmittel sollte stets neutral und frei von Vorwürfen erfolgen. Strikte Verbote und Tadel können in der werdenden Mutter Schuldgefühle und eine Ablehnungsreaktion gegenüber dem Kind hervorrufen. Dennoch sollten schwangere Frauen ggf. professionelle Hilfe und ein Aufklärungsgespräch in Anspruch nehmen.

Alkohol

Der regelmäßige Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft erhöht das Risiko der Abort- und Fehlbildung deutlich. Die Schädigung des Embryos (die sogenannte Alkoholembryopathie) ist die Häufigste Ursache einer Embryopathie. Jedes Jahr gibt es allein in Deutschland mehr als 2.000 Säuglinge, die aufgrund von übermäßigem Alkoholkonsum der Mutter mit gravierenden Schäden geboren werden, die nicht mehr behoben werden können. Bereits ab einer Menge von 1,5 Liter Bier oder 0,7 Liter Wein pro Tag ist das Risiko der Fehlbildung oder Fehlgeburt deutlich erhöht. Daher ist es ratsam, auf Alkohol während der Schwangerschaft komplett zu verzichten. Alkoholfreies Bier kann jedoch bedenkenlos konsumiert werden.

Rauchen

Etwa jede vierte Schwangere greift regelmäßig zur Zigarette. Dies führt, sogar bei nur 2-3 Zigaretten pro Tag, zu Gefäßverengungen. Infolge dessen ist die Durchblutung des Mutterkuchens gestört. Aufgrund der mangelnden Durchblutung kann es vermehrt zu Frühgeburten und kindlichen Mangelentwicklungen kommen. Jede einzelne Zigarette wirkt sich negativ auf das Kind aus. Auch nach der Entbindung machen sich eventuelle Schäden bemerkbar, so wird das Kind einem Nikotinentzug ausgesetzt, welchen die Mutter nicht geschafft hat. Gleichzeitig steigt das Risiko des Kindes, an Allergien oder Asthma zu erkranken und es kann außerdem der plötzliche Kindstod (sudden infant death syndrome, SIDS) infolge des Rauchens der Mutter eintreten, vor allem wenn die Eltern innerhalb der Wohnung rauchen und das Kind den Rauch passiv einatmet.

Der Nikotinkonsum sollte so früh wie möglich eingestellt werden. Das Kind wird in jedem Fall einem Entzug ausgesetzt – wenn nicht im Mutterleib, dann wenn es auf der Welt ist.

Koffein

Koffein ist in Colagetränken, Kaffee und in einigen Teesorten enthalten. Bei übermäßigem Konsum kann sich das Koffein schädigend auf das Kind auswirken. Es kommt zu Mangelerscheinungen und auch das Risiko einer Fehlgeburt steigt mit der Menge an Koffein. Jedoch konnten Studien bislang nur einen negativen Einfluss nachweisen, wenn Koffein in großen Mengen konsumiert wurde. Gegen ein bis zwei Tassen Kaffee am Tag ist demnach nichts einzuwenden.

Drogen

Der Arzt sollte unbedingt darüber in Kenntnis gesetzt werden, falls während der Schwangerschaft Drogen konsumiert werden. Nur auf diese Weise können eventuelle Komplikationen wie Fehlbildungen und Fehlentwicklungen entdeckt werden. Sinnvoll ist der sofortige Drogenentzug, trotz und gerade wegen der Schwangerschaft.