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Gesundheits-Check

© Yuri Arcurs - Fotolia.comVorsorge lohnt sich, denn je eher eine Krankheit erkannt wird, desto besser stehen die Heilungschancen. Erwachsene ab 35 Jahren sollten daher die Krankheitsvorsorge „Check-up 35“ in Anspruch nehmen. Mithilfe des Gesundheits-Checks lass sich Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie Diabetes mellitus frühzeitig erkennen und im Falle der Krankheit heilen.

Beschwerden: Die Gesundheitsvorsorge ist vor allem dann wichtig, wenn keine Symptome auftreten, da einige Erkrankungen vorerst beschwerdefrei verlaufen. Nur durch die Vorsorgeuntersuchung können diese Krankheiten frühzeitig erkannt werden.

Ursache: Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehen häufig auf eine Arteriosklerose zurück. Hierbei handelt es sich um Gefäßverkalkungen, die vorerst keine Beschwerden verursachen. Erst im Laufe der Krankheit kommt es zu Durchblutungsstörungen, die unter Umständen mit Herzschmerzen oder sogar Schlaganfällen und Herzinfarkten einhergehen. Zudem bleiben Nierenerkrankung lange beschwerdefrei. Ist die Niere betroffen, äußern sich Symptome oft erst dann, wenn das Gewebe größtenteils zerstört ist. Das selbe ist auch bei Typ-2-Diabetes der Fall. Bleibt der Blutzuckerwert über mehrere Jahre konstant hoch, werden Gefäße und Nerven negativ beeinflusst. Dies wird vorerst aber nicht bemerkt.

Wann zum Arzt: Jeder gesetzliche versicherte Patient ab 35 Jahren sollte die Gesundheitsvorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen. Diese kann alle zwei Jahre wiederholt werden. Bei Unklarheiten und Fragen steht Ihnen Ihr Hausarzt gerne zur Verfügung. Die Praxisgebühr muss bei der Vorsorgeuntersuchung nicht bezahlt werden.

Gesundheits-Check: Der Gesundheits-Check umfasst mehrere Untersuchungen. Der Arzt wird vorerst eine Anamnese durchführen, das heißt, der Arzt wird in einem Gespräch mit dem Patienten dessen Krankheitsgeschichte erfassen. Der Arzt wird zum Beispiel fragen, ob es innerhalb der Familie Diabetiker gibt oder ob sogar ein Familienangehöriger bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hat. Zudem wird der Arzt Risikofaktoren wie Übergewicht und Rauchen ansprechen. Nach dem Gespräch folgt die körperliche Untersuchung. Dabei wird der Blutdruck gemessen und Blut entnommen. Das Blut kann daraufhin auf erhöhte Blutzuckerwerte untersucht werden. Sind diese zu hoch, kann das ein Hinweis auf Diabetes mellitus sein. Erhöhte Cholesterinwerte dagegen deuten auf eine Fettstoffwechselstörung hin. Beides erhöht die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Störung.

Zusätzlich kann eine Urinprobe Aufschluss geben. Es kann mit Hilfe eines Teststreifens auf Eiweiß, Zucker, rote und weiße Blutkörperchen sowie Nitrit untersucht werden. Sind einzelne Werte erhöht, besteht der Verdacht einer Nierenerkrankung, Diabetes oder eines Harnweginfekts. Bei Auffälligkeiten, wird Ihnen Ihr Arzt genau sagen, worauf Sie achten müssen. Oft reicht es, den Lebensstil zu ändern, wie etwa mit dem Rauchen aufhören, mehr Bewegung oder eine gesündere Lebensweise. Selten ist eine Behandlung nötig.

In der Wissenschaft: Bei etwa jedem zweiten Teilnehmer einer Gesundheitsuntersuchung, wurden Risikofaktoren oder bereits ausgebrochene Erkrankungen festgestellt, die vor der Untersuchung nicht bekannt waren. Bei vielen Menschen sind die Cholesterinwerte dauerhaft zu hoch.