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Halsschmerzen

Durchschnittlich hat jeder Erwachsene zwei bis drei Mal im Jahr Halsschmerzen. Kinder sind pro Jahr öfters betroffen, etwa sechs bis acht Mal. Besonders häufig machen sich Halsschmerzen im Spätherbst und Winter bemerkbar. Bei einer akuten Rachenentzündung (Pharyngitis acuta) sind die Schmerzen im Hals nicht weiter schlimm und lassen nach ca. einer Woche wieder nach. Eine Mandelentzündung (Tonsillitis) oder Seitenstrangangina hält oftmals länger an und kann unbehandelt gravierende Folgen mit sich ziehen.

Symptome: Die akute Rachenentzündung fängt oft mit einem Kratzen im Hals an. Der Rachen ist gerötet und verschleimt, die Stimme ist belegt. Innerhalb kurzer Zeit entstehen Schmerzen beim Schlucken und Sprechen, der Rachen fühlt sich entzündet an. Sind zudem die Stimmbänder im Kehlkopfbereich entzündet, tritt bei den Patienten Heiserkeit auf. Häufige Begleiterscheinungen einer Mandelentzündung sind Fieber, Abgeschlagenheit und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Auf den Rachenmandeln bilden sich kleine Eiterpfropfen und die Lymphknoten im Hals sind geschwollen.

Ursachen: Halsschmerzen sind genau wie Fieber keine eigenständigen Krankheiten, sondern Krankheitssymptome. Die akute Rachenentzündung entsteht oftmals aufgrund von Viren (Influenza-, Parainfluenza- und Adenoviren). Diese Viren sammeln sich auf der Rachenschleimhaut und lösen dort eine Entzündung aus. Die durch die Viren geschwächte Schleimhaut ist dann besonders anfällig für die Verbreitung von Bakterien. In der Medizin wird dieser Vorgang als Sekundärinfektion bezeichnet. Etwa jede dritte Mandelentzündung wird durch Bakterien verursacht, insbesondere durch Streptokokken. Eine Überanstrengung der Stimme und bösartige Veränderungen der Rachenschleimhaut können ebenfalls zu Halsschmerzen führen.

Die Apotheke hilft: Die Apotheke bietet Lutschtabletten, die gegen Halsschmerzen helfen. Achten Sie auf zuckerfreie Produkte, um die Zähne zu schonen. Je nachdem welche Wirkstoffe die Medikamente enthalten, wirken sie effektiv gegen die Schmerzen im Hals oder gegen die eingedrungenen Erreger. Einige Kombinationspräparate wirken sowohl den Schmerzen als auch den Erregern entgegen. Das Lutschen regt zusätzlich den Speichelfluss an, somit wird der Rachenbereich befeuchtet und der Heilungsprozess beschleunigt. Oft beinhalten Halsschmerzpräparate die Wirkstoffe Benzocain und Lidocain, diese wirken betäubend und deshalb schmerzlindernd. Eine kühlende und schmerzlindernde Wirkung hat die Substanz Levomenthol. Antiseptika wie Amylmetacresol und Dichlorbenzylalkohol stoppen die Verbreitung von Erregern im Rachenraum. Pflanzliche Abhilfe verschafft das Isländisch Moos, dessen Schleimstoffe sich wie ein Schutzmantel auf die infektiöse Rachenschleimhaut legen. Mit Gurgellösungen, die Kamille- oder Salbeiextrakte enthalten, werden selbst tief liegende Rachenbereiche erreicht. Sie können ergänzend eingesetzt werden.

Was Sie noch tun können:

  • Hals wärmen (zum Beispiel mit einem Schal)

  • Hin und wieder Kräuterbonbons lutschen

  • Warme Milch mit Fenchelhonig trinken

  • Für eine hohe Luftfeuchtigkeit in beheizten Zimmern sorgen, damit die Schleimhäute nicht austrocknen

  • Viel trinken! Ungünstig sind saure Obstsäfte, diese können den wunden Rachen zusätzlich reizen. Besser sind Tees, z.Bsp. aus der Apotheke

  • Bei Heiserkeit möglichst wenig sprechen. Flüstern sollte vermieden werden, da dies die Beschwerden verstärken kann

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Patienten mit einem angegriffenen Immunsystem, zum Beispiel bei Diabetes oder Krebs, sollten sofort bei den ersten Symptomen zum Arzt gehen. Das selbe gilt für Schwangere, kleine Kinder und ältere Menschen. Bei folgenden Beschwerden sollte ebenfalls der ärztliche Rat eingeholt werden:

  • Wenn die Halsschmerzen länger als eine Woche andauern

  • Begleitende Beschwerden wie Fieber, Atemnot, starke Schmerzen, Hautausschlag

  • Wenn Halsschmerzen öfters als vier Mal pro Jahr auftreten

  • Beim Auftreten von einem kleinfleckigen Hausausschlag, der in Kombination mit Fieber und Halsschmerzen auftritt. Dies können Anzeichen für Scharlach sein

Der Arzt wird sich den Hals- und Rachenraum des Patienten genau ansehen. In seltenen Fällen wird Blut entnommen oder ein Abstrich der Rachenschleimhaut gemacht. Die Behandlung zielt vor allem darauf ab, die Beschwerden des Betroffenen zu lindern. Geht die Mandelentzündung auf Bakterien zurück, wird ein Antibiotikum verschrieben. Fragen Sie Ihren Arzt, ob es sinnvoll ist, die Rachenmandeln bei häufigen Infektionen zu entfernen.

Übrigens: Die Entfernung der Rachenmandeln gehört zu den häufigsten Operationen im Kindesalter. Zahlreiche Studien sollen zeigen, ob die operative Maßnahme Sinn macht. Die Auswertungen kamen zu dem Ergebnis, dass die Entfernung der Mandeln nur dann vorteilhaft ist, wenn der Patient unter wiederholten, schweren Mandelentzündungen leidet. Vorher sollten alle anderen Therapiemöglichkeiten getestet werden.