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Heuschnupfen

Im Frühling und Sommer klagen viele Menschen über Heuschnupfen (allergische Rhinokonjunktivitis) aufgrund einer Pollenallergie. Heute sind zehn Mal mehr Menschen betroffen als noch vor 100 Jahren. Zahlreiche Pollenallergiker erkranken außerdem an Asthma bronchiale.

Auffällig ist, dass insbesondere Menschen in Industriestaaten unter Heuschnupfen und anderen Allergien leiden. Studien zeigen, dass bestimmte Risikofaktoren eine spätere Entstehung von Allergien begünstigen. Zu diesen Risikofaktoren gehören unter anderem die erbliche Veranlagung, Rauchen der Eltern, übermäßige Hygiene und der Verzicht auf Stillen.

Symptome: Wer unter Heuschnupfen leidet, hat vor allem eine verstopfte Nase und einen wässrigen Schnupfen sowie tränige Augen. Vor allem in der Nacht kommt es oftmals zu akuten Asthmabeschwerden mit Husten und Atemnot.

Ursachen: Bei Allergien bekämpft das Immunsystem völlig harmlose Stoffe wie zum Beispiel Pollen. Kommt der Betroffene mit dem Allergen, also mit der allergieauslösenden Substanz, in Verbindung, werden Botenstoffe – unter anderem Histamin – ausgeschüttet. Infolge dessen machen sich die typischen Allergiebeschwerden bemerkbar.

Die Apotheke hilft: Präventiv können cromoglicinsäurehaltige Produkte aus der Apotheke angewendet werden. Oft sind diese in Form von Nasensprays oder Inhalation erhältlich. Ein regelmäßiger Gebrauch dieser Medikamente kann verhindern, dass Histamin im Übermaß freigesetzt wird. Dadurch werden auch die allergischen Symptome gelindert. Gezielt gegen das Histamin wirken zudem Antihistaminika wie zum Beispiel Cetrizin und Loratadin. Nasensprays und Augentropfen mit den Antihistaminika Azelastin und Levocabastin lindern bereits nach 15 Minuten die lokalen Beschwerden. Auch Nasensprays mit niedrig dosiertem Kortison sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Studien haben gezeigt, dass die intranasale Applikation von Kortison die allergische Entzündungsreaktion hemmt und ein besseres Befinden unterstützt. Alternativ gibt es homöopathische Arzneimittel mit einem speziellen Wirkstoff oder mit einer Kombination aus mehreren Wirkstoffen. Bewährt hat sich beispielweise das Indische Lungenkraut (Adhatoda vasica).

Was Sie noch tun können:

  • Während der Monate mit starken Pollenflug sollten Fenster und Türen geschlossen bleiben

  • Duschen und Haarewaschen am Abend reduziert die Pollenkonzentration im Schlafzimmer

  • Um dem Pollenflug während der Hauptsaison aus dem Weg zu gehen, eignen sich Urlaubsreisen in das Hochgebirge oder an das Meer

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Die Beschwerden bessern sich mit Hilfe von Antihistaminika und kortisonhaltigen Nasensprays. Steigert sich die Dosierung der Arzneimittel, ist eine Hyposensibilisierung ratsam. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Immuntherapie, die den Gebrauch von Antihistaminika und allergiehemmenden Mitteln mindern kann. Zudem kann die Hyposensibilisierung vor allem bei Kindern vor Asthma schützen.

Übrigens: Viele Menschen leiden sowohl unter einer Pollenallergie als auch unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit. Vor allem bestimmte Obst- und Gemüsesorten werden nicht vertragen. Hierbei handelt es sich um eine Kreuzallergie, die infolge der Pollenallergie als eigenständige Allergie entsteht. So sind besonders Menschen mit einer Allergie gegen Birken auch gegen Äpfel, Birnen und Erdbeeren allergisch.