Ihre freundliche Apotheke in Braunschweig!
0531 / 45306 • Casparistr. 5-6

Kinderkrankheiten: Krämpfe

Die Situation eines krampfenden Kindes löst bei den Eltern große Angst und Besorgnis aus. Die Ursachen sind sehr vielfältig und sollten in der Klinik geklärt werden. Im Kleinkindalter tritt häufig der Infekt- oder Fieberkrampf auf. Ungefähr 3 % der Kinder reagieren bei hohem Fieber mit einem Krampf. Dabei ist es besonders gefährlich im Rahmen einer Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute (Meningitis). Während ein kurzer und einzelner Krampf meist ohne Folgeschäden bleibt, sind langandauernde Krämpfe von über 10 Minuten sehr gefährlich.

Wenn ein Krampfzustand eintritt, gilt als erstes Ruhe bewahren und Uhrzeit notieren. Legen Sie das Kind auf die Seite, säubern Sie die Mundhöhle und halten Sie den Mund frei. Achten Sie beim Lagern darauf, dass sich das Kind nirgendwo verletzen kann, aber halten Sie es auch nicht starr fest.  Benachrichtigen Sie schnellstmöglich den Arzt. Meistens löst sich der Krampf schon nach wenigen Minuten, die Atmung wird regelmäßiger und Haut rosig.

Oft wird das Kind zusätzlich in eine Klinik eingewiesen, sofern keine Epilepsie bekannt ist.

Nicht selten wiederholen sich die Infektkrämpfe, sodass neben fiebersenkende auch krampflösende Mittel bereit liegen sollten. Die Anwendung kann als Zäpfchen oder in Form von Mini-Klistieren erfolgen. Ihre Apotheke wird Ihnen gerne helfen, wenn Sie dazu noch Fragen haben.

Wenn sich die Krämpfe Wiederholung, sollte unbedingt die Ursache geklärt werden. Liegt ein echtes Krampfleiden vor, wird auf ein Anti-Krampfmittel eingestellt. Nicht zu den echten Krämpfen zählend sind die sogenannten Affektkrämpfe oder das „Wegbleiben“, obwohl es ebenfalls zu einer kurzen Bewusstlosigkeit kommen kann. Diese Zustände sind aber ungefährlich für das Kind. Zudem kann das Wegbleiben auch Folge einer Trotzreaktion sein.

Daher nach Abklingen des Krampfes keine besondere tröstenden Fürsorge zeigen. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt.