Ihre freundliche Apotheke in Braunschweig!
0531 / 45306 • Casparistr. 5-6

Kinderkrankheiten: Vergiftungen

Jedes Jahr ereignen sich rund 100.000 Vergiftungsunfälle und betrifft besonders Ein-bis Vierjährige. Davon erkranken 500 Kinder lebensgefährlich, 20 – 40 Kinder sterben an den Vergiftungsfolgen. 90 % dieser Ereignisse verlaufen somit ohne schlimmere Folgen. Jedoch kann ein anfangs guter Allgemeinzustand auch trügerisch sein, da viele Gifte erst nach einer gewissen Zeit die ersten Symptome zeigen.

Am häufigsten sind die Haushaltschemikalien und Drogerieprodukte Vergiftungsursache, gefolgt von Medikamenten und zu guter letzt die Giftpflanzen. Dazu zählen hier zu Lande die Schoten und Samen des Goldregens, Kirschlorbeer, rote Heckenkirsche und Ligusterbeeren.

Mit dem zehnten Lebensjahr steigen die Selbstmordversuche mit Medikamenten und bei den Älteren wird der erhöhte Alkohol- und Drogenkonsum zur Bedrohung.

Erste Hilfe bei Vergiftungen

Als erstes gilt wieder: Ruhe bewahren und Uhrzeit notieren. Viel Trinken: Wasser, Säfte, oder Tee, aber nie Milch, auch nicht bei Verätzungen!!! Erbrechen nicht erzwingen, mechanisch oder durch Gabe von Salzlösungen! Die Anwendung von medizinischer Kohle (in Wasser aufschwemmen) sollt erst auf ärztlichen Rat hin erfolgen.

Bei Verätzungen sofort viel trinken lassen, Wasser oder lauwarmen Tee, kein Sprudel, keine Milch oder Puffersubstanzen. Ihr Kind muss sofort in die Klinik eingewiesen werden.

Benachrichtigen Sie schnellstmöglich den Notarzt.

Nehmen Sie telefonisch Kontakt zu einer Giftzentrale auf.

Giftzentren:

Berlin 030 – 1 92 40
Bonn 0228 – 1 92 40
Freiburg 0761 – 1 92 40
Homburg 06841 – 1 92 40
Erfurt 0361 – 730 730
Mainz 06131 – 1 92 40
München 089 – 1 92 40
Nürnberg 0911 – 3 98 24 51

Welche Angaben sind wichtig:

–          Wie alt ist das Kind?

–          Was und wie viel hat das Kind an Gift aufgenommen?

–          Was für Symptome zeigen sich?

–          Wann wurde das Gift aufgenommen?

Heben Sie das vermutliche Gift und eventuell Erbrochenes auf. Sie können auch Ihre Apotheke bei der Identifizierung der Giftsubstanzen zu Rate ziehen.