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Patientenverfügung

Viele Menschen fürchten die Vorstellung, am Lebensende abhängig von der Apparatemedizin zu sein. Die Patientenverfügung ist sozusagen ein medizinischen Testament, denn mit ihr können Patienten selbst festlegen, welche Behandlungen gewünscht werden und welche nicht, sofern sich bei Erkrankungen oder einem Unfall der Betroffene nicht mehr selbst dazu äußern kann. Adressaten der Verfügung sind daher in erster Linie Ärzte und das Behandlungsteam.

Im September 2009 wurde eine gesetzliche Regelung zur Patientenverfügung verankert. Das Gesetz schreibt vor, dass die Patientenverfügung in schriftlicher Form vorliegen muss, welche zudem von der Betroffenen Person unterschrieben wird. Ein besonderes Formblatt ist darüber hinaus nicht nötig und muss außerdem nicht beim Notar hinterlegt werden. Die Patientenverfügung kann jederzeit vom Patienten selbst widerrufen werden, geschieht dies nicht, müssen sich Ärzte an die Behandlungswünsche halten. Das setzt allerdings voraus, dass jeder Satz gut überlegt sein muss. Hilfe beim Verfassen bietet das Internet, hier gibt es sogar Vordrucke zum Herunterladen. Über mögliche medizinische Konsequenzen kann Ihnen der Arzt Aufschluss geben. Insbesondere intensiv medizinische Maßnahmen werden oftmals unnötig negativ bewertet. Die Argumentation, dass keine Maschinen gewünscht werden, ist insgesamt sehr einseitig. Besser sind detailliertere Angaben über die eigene Werthaltung, Einstellungen zu Leben, Leiden und Sterben sowie religiöse Vorstellungen.

Im Jahr 2010 werden die Voraussetzungen einer Patientenverfügung noch einmal überarbeitet. Der behandelnde Arzt sowie die engsten Angehörigen sollten von der Patientenverfügung wissen. Im Gespräch sollten die persönlichen Wünsche und die Gründe für Entscheidungen offen angesprochen werden.

Zu beachten ist jedoch, dass die Patientenverfügung keinesfalls die Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung ersetzt. In der Patientenverfügung wird nicht festgehalten, wer als Bevollmächtigter in einer Notlage an Stelle des Patienten Entscheidungen trifft. Deshalb macht es Sinn, sowohl eine Patientenverfügung als auch eine Vorsorgevollmacht zu erstellen.