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Schlafstörung und Nervosität

Experten schätzen, dass etwa jeder vierte Erwachsene schlecht schläft und deshalb weniger Schlaf bekommt als gewünscht. Das Schlafdefizit kann verschiedene Ursachen haben: die Hauptgründe sind aber insbesondere Stress im Alltag und Nervositätszustände. Mit zunehmendem Alter nimmt auch das Risiko, unter Schlafmangel zu leiden, zu. Frauen sind insgesamt häufiger betroffen als Männer.

Symptome: Wer unter Schlafstörungen leidet, klagt oftmals über verzögertes Einschlafen, zu frühes Erwachen oder über Durchschlafstörungen. Nachts fällt das Einschlafen äußerst schwer, verschiedenste Gedanken schießen einem durch den Kopf und die Betroffenen wälzen sich oft stundenlang im Bett hin und her. Tagsüber jedoch plagen Ruhe- und Rastlosigkeit.

Alltagsstress beeinträchtigt den Körper selbst in Phasen, in denen er Ruhe bräuchte. Die Intensität der Schlaflosigkeit (Insomnie) variiert von Patient zu Patient. Wenn Betroffene am nächsten Tag abgeschlagen und in ihrer Konzentrations- und Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind, sollte schleunigst etwas gegen die Insomnie getan werden. Experten unterscheiden zwischen der akuten und der chronischen Schlaflosigkeit: die akute Schlaflosigkeit kann bis zu vier Wochen lang anhalten, von der chronischen Schlaflosigkeit spricht man, wenn die Beschweren nach sechs Monaten noch immer andauern.

Ursachen: Die Verursacher können verschiedenster Art sein. Zu den Hauptgründen zählen Nervosität, seelische Konflikte, Schichtarbeit Jetlag, unregelmäßige Schlafgewohnheiten, Einnahme aufputschender Produkte, Alkohol, Stress sowie Herz- und Lungenerkrankungen. Aber auch Störfaktoren wie stetiger Lärm in der Nacht und starke Helligkeit durch Straßenlaternen können sich negativ auf den Schlaf auswirken. Es ist wie ein Teufelskreis: setzte die Schlaflosigkeit ein, sind Betroffene tagsüber meistens unausgeglichen, launisch, müde und schlapp. Um aber einen erholsamen Schlaf zu finden ist es nötig, den Tag ausgeglichen zu verbringen.

Die Apotheke hilft: Ein entspannter, ausgeglichener Tag wirkt sich meist auch positiv auf den Schlaf aus. Deshalb sollten Patienten, die unter Schlafmangel leiden, dringend etwas gegen ihre Nervosität tun. Gegen Nervosität helfen zum Beispiel homöopathische Arzneimittel. Wirksam sind unter anderem Kombinationspräparate aus Passionsblume (Passiflora incarnata), Hafer (Avena sativa), Kaffee (Coffea arabica) sowie Zincum valerianicum. Die einzelnen Zutaten wirken beruhigend auf den Organismus ein und helfen bei nervositätsbedingten Schlafstörungen. Leichte Einschlafstörungen können mit Präparaten bekämpft werden, die Extrakte aus Hopfenblüten, Melissenblättern, Passionsblumen- und/ oder Johanniskraut enthalten. Diese sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Massivere Ein- und Durchschlafstörungen werden oft mit dem verschreibungsfreien synthetischen Schlafmittel Doxylamin und Diphenhydramin behandelt. Diese Medikamente sollten 30 bis 60 Minuten vor dem Einschlafen und nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Was Sie noch tun können:

  • Regelmäßige Schlafzeiten

  • Entspannung vor dem Schlafengehen, z.Bsp. durch ruhige Musik

  • Autogenes Training, ausreichend Freizeit mit einem Hobby oder die progressive Muskelentspannung nach Jacobson helfen gegen Stress. Die progressive Muskelentspannungist eine Muskelentspannung, bei der die Muskeln bewusst angespannt und entspannt werden

  • Fernsehen direkt vor dem Schlafengehen kann sich negativ auf den Schlaf auswirken, da die Nerven angeregt werden. Deshalb besser darauf verzichten!

  • Schlaftagebuch: dokumentieren Sie Ihr Schlafverhalten sowie Zubett- und Aufstehzeiten

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn Schlafstörungen drei Mal pro Woche innerhalb eines Monats auftreten. Folgende Symptome deuten auf eine Schlafstörung hin:

  • Gestörte Schlafdauer: Schlechtes Einschlafen und frühes Erwachen am Morgen

  • Gestörte Schlafqualität: Der Schlaf kann nicht als erholsam empfunden werden

  • Tagesmüdigkeit: Kurze Einschlafphasen am Tag

Der Arzt wird sich gründlich nach Schlafdauer, Schlafqualität und Beschwerden erkundigen. Er wird feststellen, ob Sie beispielsweise tagsüber unter Sekundenschlaf leiden. Er wird außerdem prüfen, ob Nervosität und Stress für die Schlafstörung verantwortlich sind. Behandelt werden genannte Probleme mit einer entspannenden und verhaltensändernden Therapie.

Übrigens: Der normale, gesunde Schlaf läuft in mehreren Phasen ab, die sich mehrmals wiederholen. Leichtschlaf und Tiefschlaf wechseln sich mit Traumschlaf-Phasen ab. Ist der Ablauf gestört, können sich Betroffene schlecht im Schlaf erholen.

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