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Schnupfen

Wenn sich Schnupfen (Rhinitis) ankündigt, führt dieser oftmals zu einer Erkältung. In den meisten Fällen verläuft die Erkältung unkompliziert. Problematisch wird es aber, wenn sich die Entzündung auf die Nasennebenhöhlen ausbreitet. Die Entzündung der Nasennebenhöhlen wird in der Medizin als Sinusitis bezeichnet und kann heftige Schmerzen im Gesicht auslösen.

Symptome: Häufig wird der Schnupfen von einem wässrigen, klaren Ausfluss der Nasenschleimhaut begleitet, der sich im Verlauf der Erkältung zu einer dickflüssigen, zähen Masse entwickelt. Die Nase schwillt zu, der Patient hat Schwierigkeiten beim Atmen sowie Geruchs- und Geschmackssinn sind eingeschränkt. Tauchen zusätzliche Beschwerden wie Kopfschmerz oder ein stechender, pulsierender Schmerz im Gesicht auf, sind dies oft Anzeichen einer Sinusitis. Die Symptome werden schlimmer, wenn der Erkrankte seinen Kopf nach vorne beugt. Klopft oder drückt man mit dem Finger von außen auf die entzündeten Nasennebenhöhlen, verschlimmern sich die Schmerzen ebenfalls. Der Nasenausfluss ist gelblich-grün und zäh.

Ursachen: Für den Schnupfen sind Viren verantwortlich, die vorerst die Nasenschleimhaut befallen. Breiten sich zu viele Keime aus, kann der menschliche Körper diese durch Niesen nicht mehr loswerden. Folglich sammeln sich Viren auf der Nasenschleimhaut an, die sich rötet und anschwillt. Die Schleimdrüsen reagieren prompt mit verstärktem Ausfluss. Gelangt die Entzündung auf die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen, kann es zu einer Anschwellung der feinen Ostien (Öffnungen) kommen. Das Sekret kann dann nicht mehr richtig aus den Nasennebenhöhlen abfließen. Der Schleim verursacht nicht nur einen unangenehmen Druck, er ist auch für Bakterien eine hervorragende Brutstätte. Ein argloser Schnupfen kann so schnell zu einer bakteriellen Zweitinfektion führen.

Die Apotheke hilft: Ist die Nase zugeschwollen, helfen Nasentropfen oder -sprays, die abschwellende Wirkstoffe enthalten. Man erkennt sie an der Endung -zolin. Die Präparate verengen die Blutgefäße und mindern die Schwellung der Nasenschleimhaut, damit die Nase wieder frei ist. Der Erkrankte kann dadurch nicht nur besser atmen, sondern auch eine Nasennebenhöhlenentzündung kann somit verhindert werden. Besonders effektiv sind Nasensprays, die zusätzlich entzündungshemmende und heilungsfördernde Wirkstoffe enthalten. Der wikrstoff Dexpanthenol schützt die Schleimhaut und unterstützt die Heilung. Salzhaltige Nasensprays und Nasenspülungen (Nasenduschen) mit salzhaltiger Lösung verdünnen den Nasenausfluss. Das Abfließen mitsamt den Erregern kann deshalb besser austreten. Einige Produkte enthalten Meersalz und befeuchten die Nasenschleimhaut, haben allerdings keinen abschwellenden Effekt. Bei Sinusitis sind Nasenpräparate sinnvoll, welche die Nasennebenhöhlen belüften und einem Sekretstau vorbeugen. Der zähe Schleim kann zudem mit pflanzlichen Fertigarzneimitteln verflüssigt werden, welche Wirkstoffe wie Cineol enthalten oder eine Kombination aus Extrakten von Eisenkraut, Enzianwurzel, Holunderblüten, Gartensauerampferkraut und Schlüsselblumenblüten.

Was Sie noch tun können:

  • Begleitend zur Therapie können Kopfdampfbäder mit ätherischem Eukalyptusöl helfen

  • Wärme durch die Bestrahlung mit der Rotlichtlampe kann den Heilungsprozess einer Sinusitis fördern

  • Gehen Sie regelmäßig an der frischen Luft spazieren

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Patienten mit Asthma oder anderen chronischen Atemwegserkrankungen sollten schon bei den ersten Symptomen einen Arzt aussuchen. Des weiteren ist ein Arztbesuch bei folgenden Beschwerden erforderlich:

  • Wenn ein Schnupfen länger als eine Woche andauert

  • Bei Begleitbeschwerden wie Fieber, starke Kopf- und Gesichtsschmerzen

  • Wenn eine Entzündung der Nasennebenhöhlen mehrmals im Jahr auftritt

Der Arzt wird insbesondere Kopf, Rachen und Lunge gründlich untersuchen, damit schwerwiegendere Erkrankungen ausgeschlossen werden können. Die Therapie zielt darauf ab, Beschwerden und Schmerzen zu lindern.

Schnupfen bei Kindern: Säuglingen ist es in den ersten Lebensmonaten noch nicht möglich, durch den Mund zu atmen. Deshalb muss bei ihnen eine verstopfte Schnupfnase sofort behandelt werden. Sinnvoll sind hier Nasentropfen, die niedrig dosiert sind. Niemals dürfen Nasensprays für Schulkinder und Erwachsene Babys verabreicht werden, da hier die Konzentration viel zu hoch ist.

Fakten aus der Wissenschaft: In den USA werden etwa 98 Prozent der Patienten, die an Sinusitis erkrankt sind, mit Antibiotikum behandelt. In Deutschland sind die Ärzte im Umgang mit Antibiotika vorsichtiger. Studien beweisen dass es sinnvoll ist, mit der Verschreibung von Antibiotika zu warten, da meist Viren für die Erkrankung verantwortlich sind und diese nicht mit dem speziellen Arzneimittel behandelt werden können. Eitriger Nasenausfluss ist kein eindeutiges Zeichen für eine bakterielle Infektion. Zudem haben sich Nasensprays mit Kortison nicht bewährt, da sie die Dauer der Sinusitis nicht lindern konnten und nur etwa bei 10 Prozent der Behandelten die Beschwerden lindern konnten.