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Sinusitis

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Die Sinusitis bezeichnet eine schmerzhafte Entzündung in den Nebenhöhlen sowie im Bereich von Stirn und Kiefer, zu der es infolge einer Erkältung kommt. Bei vielen Menschen treten die Beschwerden immer wieder auf. Daher sollen im Folgenden hilfreiche Tipps genannt werden, um der Erkrankung entgegen zu wirken.

Symptome: Häufig treten die Beschwerden nach einer Virusinfektion in Form eines leichten Schnupfens auf. Zu Beginn der Sinusitis schwellen die Nasenschleimhäute an und schließen die Nebenhöhlen nach außen ab. Dadurch bildet sich ein feuchtwarmer Nährboden, in dem sich Bakterien ansammeln und vermehren. Anschließend entzündet sich die Schleimhaut, das den Austritt des eitrig-gelblichen Schleims deutlich erschwert. Infolge dessen entsteht das äußerst unangenehme Druckgefühl.

Ausgereifte Entzündungen werden zumeist von heftigen Schmerzen begleitet. Sind die Stirnhöhlen betroffen, leiden Betroffene oftmals unter stark stechenden Schmerzen in der Stirnregion. Im Gegensatz dazu ist bei der Kieferhöhlenentzündung der Bereich des Oberkiefers betroffen. Patienten nehmen in diesem Fall oft fälschlicherweise an, es handle sich um Zahnschmerzen. Zusätzlich ist das Atmen durch die Nase erschwert, wodurch Gerüche schlecht wahrgenommen werden können. Es kommt außerdem häufig zur körperlichen Abgeschlagenheit und zu einem Krankheitsgefühl. Bei einigen Patienten verursachen Schäden an Zähnen oder an der Zahnwurzel solch entzündliche Prozesse, welche die entsprechende Kieferhöhle stark beanspruchen. In diesem Fall ist der Rat des Zahnarztes oder des Kieferchirurgen gefragt, sie können die Beschwerden beheben. Bleiben die Entzündungen unbehandelt, kann es zu schwerwiegenden Problemen kommen.

Therapie: Eine akute Nebenhöhlenentzündung bekommt man mit Medikamenten schnell in den Griff. Abhilfe verschaffen zum Beispiel Nasensprays, die das Atmen durch die Nase wieder ermöglichen, da sie eine abschwellende Wirkung haben. Zudem kann das Sekret wieder ungehindert aus den Nebenhöhlen austreten. Oft ist der Schleim bakteriell infiziert, dann ist der Einsatz eines Antibiotikums sinnvoll. Eine rasche Abheilung erzielt man mit Nasensprays, welche Kortikoide enthalten. Diese sind jedoch rezeptpflichtig. Alternativ zeigen mineralsalzhaltige Nasenspülungen und -sprays, schleimlösende Präparate sowie Inhalationen einen positiven Effekt. Auszüge aus dem Eukalyptusöl wie Cineol und Myrtol haben ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung.

Bei der akuten, schmerzhaften Sinusitis ist von der Behandlung mit Wärme abzuraten, da diese den Blutdruck erhöht und die Schwellung begünstigt. Die Beschwerden könnten dadurch verschlimmert werden. Daher sind zudem sportliche Betätigungen und Saunagänge während der akuten Phase tabu.

Chronische Sinusitis: Einige Patienten leiden immer wieder unter der Nebenhöhlenentzündung, bei anderen tritt über einen längeren Zeitraum keine Besserung ein. Hält die Sinusitis länger als 12 Wochen an oder kommt es immer wieder erneut zur Infektion, spricht der Mediziner von der chronischen Sinusitis. Die permanente An- und Abschwellung der Schleimhäute können die Entstehung von Polypen fördern. Die neu gebildeten Wucherungen verengen die Nasennebenhöhlen derart, dass die Beschwerden über viele Wochen anhalten. Eine schiefe Nasenscheidewand oder verdickte Nasenmuscheln können ebenfalls eine Blockade in den Luftwegen verursachen.

Allergiker scheinen besonders anfällig für die chronische Sinusitis zu sein. Selten liegt die Ursache in einer Unverträglichkeit der Schmerzmittel, einer angeborenen Sekretionsstörung oder in einer sogenannten Ziliendyskinese. Dabei sind die feinen Flimmerhärchen nicht in der Lage, den Schleim nach außen abzutransportieren. Vor einigen Jahren noch nah man an, dass lediglich Pilze für die chronische Sinutitis verantwortlich sind. Diese Vermutung wurde aber inzwischen widerlegt.

Therapie bei chronischer Sinusitis: Die Beschwerden der chronischen Nebenhöhlenentzündung können mit Nasenspülungen, salzhaltigen Nasensprays, Inhalationen und Wärmelampen effektiv gemildert werden. Nicht wenige Patienten müssen aber dauerhaft auf kortisonhaltige Nasensprays zurückgreifen. Da das Kortison jedoch direkt auf die Schleimhaut und nur wenig davon in den Blutkreislauf gelangt, treten die typischen Nebenwirkungen selbst nach längerer Anwendung nicht auf.

Wann ist eine Operation sinnvoll? Sofern die Medikamente nicht die gewünschte Wirksamkeit erzielen und die Beschwerden weiterhin andauern, sollte der Patient über eine Operation nachdenken. Die moderne Medizin ermöglicht diesen Vorgang mit der endonasal-endoskopischen Methode. Dabei wird ein dünnes Endoskop durch das Nasenloch eingeführt, anschließend können mithilfe des Gerätes die Nasenschleimhäute abgetragen werden. Auch technisch hochwertige Navigationssysteme werden von HNO-Ärzten oft genutzt, vor allem bei komplizierteren Operationen. Dieser Eingriff ist besonders schonend für den Patienten.

Relativ neu ist die Sanierung der Nebenhöhlen (Ballon-Sinuplastik). Dabei wird ein kleiner Ballon Richtung Stirnhöhle vorgeschoben und anschließend aufgeblasen. Somit wird eine Öffnung zur Stirnhöhle frei gesprengt. Diese Maßnahme ist jedoch nicht für alle Betroffenen geeignet. Zudem übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten hierfür nicht. Ärzte weisen darauf hin, dass der Eingriff nicht zu unterschätzen ist. Die Wundheilung dauert häufig bis zu vier Monate.