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Stress

Stress ist keine Krankheit, sondern eine wichtige Reaktion des Körpers. Schon in der Steinzeit kannten die Menschen dieses Phänomen, es sicherte ihnen damals sogar das Leben, da durch Stress bestimmte Hormone freigesetzt werden, die eine schnellere Reaktion in Gefahrensituationen ermöglichen. Auch heute noch setzt der Organismus Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol in Stressphasen aus. Dabei wird jede Menge Energie in Muskeln und Gehirn ausgeschüttet, das kurzzeitig zu Höchstleistungen anspornt. Bleibt der Stresspegel jedoch konstant hoch, kann dies zu einem ernsthaften Problem werden.

Symptome: Stress im Übermaß kann körperliche und seelische Beschwerden verursachen. Typische Alarmsignale sind unter anderem Nervosität und ein allgemeines Unwohlsein, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Muskelverspannungen sowie Störungen des Magen-Darm-Traktes wie Magenschmerzen. Selbst das Immunsystem reagiert auf dauerhaften Stress empfindlich, deshalb sind gestresste Menschen anfälliger für Infekte. Um Folgeschäden zu vermeiden, sollten Betroffene deshalb schnell für mehr Ruhe im Alltag sorgen. Dauerhafter Stress kann unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen sowie psychische Erkrankungen wie Angstzustände und Depressionen.

Ursachen: Viele verschiedene Faktoren können Stress verursachen wie zum Beispiel Leistungsdruck im Beruf, Streit mit Freunden und in der Familie, Baustellenlärm vor der Haustür sowie finanzielle Probleme. Menschen reagieren ganz verschieden auf Stress, was den einen belastet kann der andere leichter verarbeiten. Wer empfindlich auf Hektik reagiert, kann dann schon Herzrasen bekommen, wenn er einen großen Aktenordner abarbeiten muss. Stress ist also nicht nur auf bestimmte Lebensumstände zurückzuführen, sondern auch auf unsere Reaktion darauf.

Die Medizin unterscheidet zwischen dem positiven Stress (Eustress), der uns zu Höchstleistungen beflügelt und dem negativen Stress (Dysstress), der uns ernsthaft schadet. Der chronische Dysstress unterstützt verschiedene Erkrankungen.

Die Apotheke hilft: Medikamente können den Stress zwar nicht verhindern, aber für eine innere Ausgeglichenheit sorgen. Viele beruhigend wirkende Präparate enthalten Heilpflanzen wie Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Melisse und Passionsblume. Diese Naturprodukte wirken zudem stimmungsaufhellend und/ oder schlaffördernd. Weitere wirksame Heilpflanzen bei Stress sind die Taigawurzel und Ginseng. Sie sind auch in homöopathischen Arzneimitteln erhältlich, zum Beispiel in der Kombination mit der südamerikanischen Heilpflanze Damiana. Etwas ungewöhnlich, aber dennoch effektiv in der beruhigenden und ausgleichenden Wirkung, sind Präparate mit Metallen wie Gold und Mineralien wie Ferrum-Quarz. Bei starker Belastung im Alltag sind zudem Vitamin-B-Produkte sinnvoll, sie sollten aber nur über einen beschränkten Zeitraum eingenommen werden. Alternativ bietet die Apotheke entspannende Tees, warme Lavendelölauflagen sowie Bäder mit Heublumen- und Lavendelzusatz. All diese Methoden können gegen Stress eingesetzt werden.

Was Sie noch tun können:

  • Keine zu hohen Ziele setzen, lieber kleinere Schritte erfolgreich meistern

  • Probleme nicht überbewerten

  • Lernen „nein!“ zu sagen

  • Ausgleich beim Sport suchen, powern Sie sich beim Fußballspielen, Tanzen oder im Fitnessstudio so richtig aus

  • Innerer Ausgleich durch autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Meditation

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Wer den Alltag nur noch getrübt empfindet und keinen Weg aus der Misere sieht, sollte unbedingt seinen Hausarzt aufsuchen. Spätestens wenn der Druck so groß wird, dass sich körperliche Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden oder seelische Verstimmungen bemerkbar machen, ist der ärztliche Rat erforderlich. Auch chronisch kranke Menschen sollten den Arzt konsultieren, wenn belastende Zeiten abzusehen sind (z.Bsp. die bevorstehende Scheidung).

Stress bei Kindern: Auch Kinder sind gestresst. Dann klagen viele von ihnen über Bauchschmerzen und schlaflose Nächte. Zudem ist der Nachwuchs oft unkonzentriert und/ oder aggressiv. Auslöser sind Probleme in der Schule, familiäre Konflikte oder ein überfüllter Terminkalender. 80 bis 90 Prozent der Kinder mit Schulangst leiden überwiegend unter Kopf- und Bauchschmerzen.

Übrigens: Viele Menschen unterschätzen den Stressfaktor Baulärm. Hält der Lärm vor der Haustür oder dem Büro länger an, macht er uns auf Dauer krank. Je näher der Wohnort ist, desto höher ist das Risiko, an einer Arterienverkalkung zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie. Laut Bundesumweltamt sterben schätzungsweise 2.000 Menschen jedes Jahr in Deutschland aufgrund von Lärm. Eine weitere, aktuelle Studie der Universität Göteborg fand heraus, dass Stress einen Schlaganfall begünstigt. Das erhöhte Risiko geht auf die ungesunde Lebensweise der Menschen in stressigen Zeiten zurück: gestresste Menschen rauchen mehr, bewegen sich weniger und zudem steigt der Blutdruck.