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Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft

© Hannes Eichinger - Fotolia.comIm Allgemeinen findet die erste Ultraschalluntersuchung nach Bekanntwerden der Schwangerschaft statt. Ab der vierten Schwangerschaftswoche lässt sich nachweisen, ob die Einnistung in der Gebärmutter funktioniert hat, der Nachweis des Embryos ist etwa ab der fünften Schwangerschaftswoche möglich und die ersten Herztöne können wiederum eine Woche später kontrolliert werden.

In der gesamten Schwangerschaft sind mindestens drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen. Die erste Ultraschalluntersuchung wird zumeist zwischen der 9. und der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Der Gynäkologe kann das Alter des Kindes ziemlich genau bestimmen, hierfür misst er den Durchmesser der Fruchthöhle sowie die Länge des Embryos (von Kopf bis Fuß). Diese Terminbestimmungsmethode ist sogar zuverlässiger als die Errechnung anhand der letzten Menstruation. Bei dieser ersten Untersuchung kann der Arzt bereits schwerwiegende Fehlbildungen wie etwa das Fehlen des Gehirns erkennen bzw. ausschließen. Zudem zeigt das Ultraschallbild, ob es sich um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt.

Wann sollte die Nackenfaltemessung stattfinden: Eine weitere wichtige Untersuchung ist die Messung der Nackenfalte (NT, Nackenödem), die allerdings nicht in den Mutterschaftsrichtlinien vorgeschrieben ist. Die Messung kann ausschließlich zwischen der 11. und der 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, denn nur in diesem Zeitraum sind die Ergebnisse zuverlässig. Der errechnete Wert gibt unter Berücksichtigung von Alter der Mutter und Schwangerschaftsalter Aufschluss über das Risiko für das Auftreten einer Trisomie 21 (Down-Syndrom). Die Untersuchung der Nackenfalte erleichtert Schwangeren oft eine im weiteren Verlauf zu treffende Entscheidung in Hinsicht auf eine Fruchtwasserpunktion. Ist der Wert sehr hoch, sollten sich die Eltern des betroffenen Kindes demnach gemeinsam mit dem Arzt überlegen, ob die Fruchtwasserpunktion sinnvoll ist. In jedem Fall sollte das Kind regelmäßig per Ultraschall überwacht werden.

Zwischen der 19. und der 22. Schwangerschaftswoche sollte im Allgemeinen die zweite Ultraschalluntersuchung erfolgen. Bei dieser Untersuchung kann der Arzt bereits alle Organe (Herz, Nieren, Harnblase, Wirbelsäule) erkennen und prüfen, ob diese sich wie gewünscht entwickeln. Die Analyse zielt darauf ab, den Ort der Einnistung, d.h. die Lage des Mutterkuchens, zu erkennen, um möglichst viele Fehlentwicklungen des Fetus auszuschließen. Vor allem bei Risikofaktoren wie Diabetes der Mutter oder eine Mehrlingsschwangerschaft sollte diese Ultraschalluntersuchung von einem erfahrenen Arzt (Ultraschallspezialisten) durchgeführt werden. Die meisten dieser Spezialisten sind Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) und haben dort zudem eine Prüfung zum sogenannten DEGUM-II absolviert.

Zwischen der 29. und der 30 Schwangerschaftswoche sollte die dritte Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Der Arzt wird kontrollieren, ob sich das Kind in der erhofften Schädellage befindet, sich die Organe gut ausbilden und ob die Menge des Fruchtwassers normal ist. Außerdem wird das Gewicht des Kindes unter Einbezug verschiedener Faktoren geschätzt. Sofern der Mutterkuchen bei der vorherigen Untersuchung in der Nähe des Muttermundes lag, wird die Lage erneut überprüft. Liegt der Mutterkuchen nämlich genau auf dem Muttermund, ist eine vaginale Geburt unmöglich.

Was ist zu tun, wenn das Kind zu groß/ klein ist: Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Kind größer als normal ist, oder einen vergrößerten Kopf hat. Verschiedene Kinder entwickeln und wachsen unterschiedlich schnell. Kleinere Abweichungen sind sogar relativ häufig und selbstverständlich, da Menschen im Allgemeinen unterschiedlich groß sind. Nur bei deutlichen Abweichungen sollten weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Viele Kinder sind beispielsweise deutlich kleiner, wenn die Mutter raucht oder Bluthochdruck hat. Selten können zudem Infektionen das Wachstum des Kindes hemmen. Bei der Schwangerschaftsdiabetes sind Kinder dagegen oft größer. In solche einem Fall wird der Frauenarzt sicherlich eine weitere Diagnostik veranlassen. Zum Beisiel kann die Blutflussgeschwindigkeit in der Nabelschnur und in den Hirngefäßen gemessen werden. Ist Ihr Kind also zu klein, lässt sich durch die Blutflussmessung (die sogenannte Doppler-Untersuchung) feststellen, ob es ausreichend mit Blut und Nährstoffen versorgt wird.

Eine effektive Alternative zur vaginalen Schwangerschaftsuntersuchung ist die Ultraschallmessung des Gebärmutterhalses. Der Vorteil dieser Messmethode ist, dass der errechnete Wert relativ genau ist und und sich von Arzt zu Arzt kaum unterscheidet. So wird eine Länge des Gebärmutterhalses unterhalb von 25 mm (vor der 34. Schwangerschaftswoche) als Risiko für eine Frühgeburt angesehen.

Zunehmend wichtiger wird zudem neben der NT-Messung die Bestimmung zweier Hormone, das ß-hCG und das PAPP-A. Unter Berücksichtigung aller drei Messergebnisse können mehr als 90 Prozent der Chromosomenstörungen erkannt werden. Nur 5 Prozent der Ergebnisse weisen ein Risiko auf, obwohl dies nicht der Fall ist. Dies lässt sich durch eine weitere Ultraschalluntersuchung oder eine Fruchtwasserpunktion oftmals erkennen.