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Vergesslichkeit

Jeder Mensch durchlebt Phasen, in denen er zur Vergesslichkeit neigt oder im Alltag unkonzentriert ist. Oftmals ist dies völlig normal, manchmal können solche Anzeichen aber auch auf eine ernste Erkrankung hindeuten.

Symptome: Vergesslichkeit kommt in allen Altersstufen vor. Bei Kindern und Jugendlichen äußert sie sich aufgrund unzureichender Konzentration. Kinder mit massiven Schulproblemen könnten möglicherweise eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) haben. Bei Berufstätigen können übermäßiger Stress, Depressionen und ein Burnout-Syndrom zur geminderten Gedächtnisleistung führen. Es ist völlig normal, dass die Leistungsfähigkeit des Gehirns ab dem 40. Lebensjahr abnimmt. Dinge, die sich manch einer in jüngeren Jahren noch merken konnte wie etwa Namen und Telefonnummern, werden dann viel schneller vergessen. Menschen mit einer Demenzerkrankung sind nicht nur vergesslicher, sondern zunehmend verwirrt.

Aber: Vergesslichkeit deutet erst dann auf eine ernste Erkrankung hin, wenn dadurch Schwierigkeiten im Alltag auftreten. Es ist hilfreich, wenn Angehörige auf solche Umstände aufmerksam werden.

Ursachen: Bei ADHS funktioniert die Kontrolle über Impulse nicht mehr richtig. Betroffene können Eindrücke nicht genau zuordnen und spezielle Impulse schlecht steuern oder gar unterdrücken. Bei depressiven Menschen ist der Ausgleich bestimmter Botenstoffe im Gehirn gestört, in beiden Fällen spielen Erbanlagen eine Rolle. Demenzerkrankungen wie Alzheimer werden dagegen durch das Absterben von Hirnzellen ausgelöst. Dies ist oftmals auf Ablagerungen von Eiweißen in den Zellen zurück zu führen. Bei der vaskulären Demenz dagegen kommt es infolge von Gefäßschäden zu Mikroinfarkten und Durchblutungsstörungen im Gehirn.

Die Apotheke hilft: Pflanzliche Produkte aus der Apotheke können die geistliche Leistung verbessern. Hierfür eignen sich unter anderem hoch dosierte Ginkoextrakte, da sie die Wirkstoffe Flavonoide und Terpenoide enthalten, die wiederum die Energieversorgung in den Mitochondrien der Zellen anregen, vor zellschädigenden Radikalen schützen und die Durchblutung fördern. Die Sauerstoff- und Energieversorgung wird auf diese Weise deutlich erhöht. Empfehlenswert ist die Einnahme eines standardisierten Trockenextraktes aus Ginko-biloba-Blättern. Diese sind in Form von Tabletten oder Tropfen erhältlich. Aber: bis die Wirkung einsetzt, müssen die Medikamente ca. zwei Wochen konsequent eingenommen werden. Deshalb sind Ginko-Präparate ausschließlich würden den längeren Gebrauch effektiv. Die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit im Alter kann außerdem mit Hilfe von Ginseng- und Taigawurzel (besser bekannt als sibirischer Ginseng) gesteigert werden. Offenbar regen die Inhaltsstoffe das Immunsystem an und mindern die Anfälligkeit auf Stress. Ginseng-Produkte eignen sich für den akuten Gebrauch und sollte maximal 30 Tage lang eingenommen werden. Einige Studien kamen zu dem Ergebnis, dass sich Knoblauch positiv auf die Durchblutung auswirkt. Sinnvoll scheinen auch Nahrungsergänzungsmittel zu sein, welche Vitamin E, Lecithin, Dimethylaminethanol, Phosphatidylserin und Acetyl-1-Karnitin enthalten.

Was Sie noch tun können:

  • Ausgewogene Ernährung: viel Obst und Gemüse

  • Bewegung an der frischen Luft: damit wird die Hirndurchblutung und daher auch die Gedächtnisfunktion verbessert

  • Unternehmungen mit Freunden, Bekannten und mit der Familie unterstützen die mentale Leistung

  • Bluthochdruck vermeiden: Patienten mit Bluthochdruck sollten regelmäßig Blutdrucksenker einnehmen, um das Risiko, an Demenz zu erkranken, einzudämmen

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Kinder und Jugendliche, die einen deutlichen Leistungsnachlass in der Schule zeigen, sollten unbedingt einem Arzt vorgestellt werden. Bei Erwachsenen ist ein Arztbesuch nötig, wenn Telefonnummern und Namen zunehmend vergessen werden, die Arbeitsleistung nachlässt, sich die Betroffenen zurückziehen und trostlos fühlen, depressiv sind oder sarkastisch werden. Ältere Menschen sollten zum Arzt gehen, wenn einfache Worte oft nicht mehr ein- und leichte Rechnungen schwer fallen sowie bei Stimmungsschwankungen und Orientierungslosigkeit selbst in vertrauter Umgebung.

Übrigens: Kinder haben zunehmend Schwierigkeiten, sich in der Schule zu konzentrieren. Die Stoffwechselprozesse brauchen eine Menge Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente, um richtig zu funktionieren- insbesondere in der Wachstumsphase. Eine einseitige Ernährung kann dies verhindern, deshalb ist eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse notwendig. Morgens sollten Kinder niemals ohne Frühstück zur Schule gehen. Zudem können zusätzlich Präparate mit Omega-3-Fettsäuren, vor allem Docosahexaensäure, Eicosapentaensäure, und Omega-6-Fettsäuren wie Gamma-Linolensäure sowie die Mineralstoffe Magnesium, Zink und Eisen eingenommen werden. Knobelaufgaben haben ebenfalls einen positiven Effekt auf die Konzentrationsfähigkeit. Zu viel Medienkonsum (Fernsehen, Computer) hat dagegen eine negative Auswirkung. Eine Maltherapie kann helfen, Verhaltensstörungen bei Demenzkranken zu lindern.