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Vergiftungen

Im Haushalt lauern zahlreiche giftige Produkte. Insbesondere Kinder zwischen ein und drei Jahren tragen das Risiko, sich durch Putzmittel, Duftöle, Alkohol, Zigaretten oder Mediakamente zu vergiften oder zu verätzen. Sogar Dämpfe können gesundheitsschädlich sein, wie zum Beispiel von Pflanzenschutzmitteln.

Symptome: Häufig treten bei einer Vergiftung plötzliche Bauschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerz und Schwindel auf. Liegt eine schwerwiegende Vergiftung vor, kann es außerdem zu Krämpfen, Bewusstsseinseinschränkungen, Bewusstlosigkeit, Atem- und Herzkreislaufstillstand kommen.

Ursachen: In jedem Haushalt gibt es zahlreiche giftige Produkte, die – wenn sie geschluckt werden – verheerende Folgen mit sich ziehen können. Eltern sollten daher toxische Mittel unbedingt außer Reichweite von Kindern aufbewahren. Putzmittel, Alkohol und Medikamente also nie in einem unteren Schrank lagern.

Die Apotheke hilft: Für den akuten Notfall sollte die Hausapotheke unbedingt mit Kohletabletten und Simeticon ausgestattet werden. Falls es zu Vergiftungen von Kleinkindern kommt, kann die medizinische Kohle verabreicht werden. Diese bindet die Giftstoffe im Körper. Simeticon entschäumt seifenhaltige Produkte.

Erste Hilfe:

  • Gift geschluckt: das getrunkene Gift sollte schnell verdünnt werden. Wasser, Tee oder Saft in kleinen Schlucken trinken lassen. Aber: keine Milch, kein Salzwasser und auf keinen Fall Erbrechen auslösen! Ist die Giftquelle bekannt, die unbedingt dem Arzt mitteilen

  • Gift eingeatmet: an die frische Luft gehen oder Raum gut durchlüften

  • Gift im Auge: mindestens 10 Minuten lang betroffenes Auge unter fließendem Wasser ausspülen

  • Gift auf der Haut: Kleidung ausziehen und die betroffene Körperstelle unter fließendem Wasser spülen

Arztbesuch sollte erfolgen bei: Der Giftnotruf steht zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung. Atmet der Betroffene, wird er schläfrig oder sogar bewusstlos, muss schleunigst der Notarzt alarmiert werden (Telefonnummer: 112). Hilfreich ist es, wenn die Nummer bereits im Telefon gespeichert ist. Zudem sollte der Anrufer folgende Informationen für den Rettungsdienst bereithalten:

  • Wer ist betroffen? Alter, Geschlecht, ungefähres Gewicht

  • Was war der Auslöser für die Vergiftung?

  • Wann hat sich der Betroffene vergiftet?

  • Wie wurde das Gift aufgenommen?

  • Welche Menge wurde genommen?