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Wachstum des Kindes

In den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft bilden sich im Embryo die Organe aus, ab diesem Zeitpunkt entwickeln sie sich in ihrer Funktionstätigkeit und der Fetus soll zum Kind heranwachsen. Der Ablauf der Schwangerschaft ist bei jedem Kind ähnlich: zu Beginn steigt das humane Choriogonadotropin an, ab der zweiten Schwangerschaftshälfte machen sich die Östrogene und das Gelbkörperhormon (Gestagen) bemerkbar. Zudem spielt das sogenannte humane Plazentalaktogen (hPL) aus dem Mutterkuchen eine große Rolle.

Mit Zunahme der Hormonausschüttung ab der 20. Schwangerschaftswoche beginnt sich die Figur der Frau um zu formen. Vorerst lagern sich Fettdepots an, auf sie kann der Körper bei Nahrungsengpässen sowie in der Stillzeit zurückgreifen. Von Woche zu Woche wird der Fetus größer, die Organe reifen heran und die Menge an Fruchtwasser nimmt zu. Die einst 90 Gramm schwere Gebärmutter wiegt dann etwa 1.000 Gramm. Parallel erhöht sich das Blutvolumen der Schwangeren, da schließlich das Gewebe in der Gebärmutter und dem Mutterkuchen durchblutet werden muss. Damit das Blut besser fließen kann, kommt es zu einer leichten Blutverdünnung durch ein größeres Flüssigkeitsvolumen. Gleichzeitig verringern sich aber die roten Blutkörperchen, welche den Sauerstoff transportieren. Somit werden körperliche Aktivitäten für Schwangere zunehmend anstrengender.

Durch die Zunahme der Herzschlagfrequenz bekommen viele Schwangere schon bei geringer Anstrengung das sogenannte Herzklopfen. Die Schwangere benötigt mehr Luft, da schließlich zwei Lebewesen mit Sauerstoff versorgt werden müssen, und atmet schneller. Die Fruchtwassermenge beträgt ca. 1 Liter. Der Bauchumfang nimmt aufgrund der erhöhten Menge des Fruchtwassers sowie des Wachstums von Fötus und Mutterkuchen zu. Viele Schwangere nehmen während der Schwangerschaft etwa 12 Kilo zu. Wie viel zusätzliche Kilo normal sind, hängt vom Ursprungsgewicht der werdenden Mutter ab. Eine schlanke Frau kann problemlos 18 Kilogramm zunehmen, währen eine korpulente Schwangere mit 6 Kilo mehr auskommt.

Richtlinien:

  1. Drittel der Schwangerschaft: 1 bis 2 Kilo Gewichtszunahme

  2. Drittel der Schwangerschaft: Zunahme von 250 Gramm pro Woche

  3. Drittel der Schwangerschaft: Zunahme von 400 Gramm pro Woche

Die Schwangere nimmt allerdings nicht nur an dem Gewicht zu, welches das Kind verursacht. Auch die Fetteinlagerung, zu Zunahme der Muskelmasse (zum Beispiel in der Gebärmutter) und die vermehrte Wassereinlagerung (im Gewebe und im Blutkreislauf) tragen dazu bei, dass die werdende Mutter „runder“ wird und an Gewicht zunimmt. Zahlreiche Hormone beeinflussen die Veränderung des weiblichen Körpers, allerdings kann dem eine ausgewogene, gesunde Ernährung entgegen wirken. Durch Heißhunger und zuckerreichen Nahrungsmitteln wird die Gewichtszunahme begünstigt. Eine Unterernährung allerdings kann die Entwicklung des Kindes hemmen.